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Unsere Apothekerinnen im Radio NÖ

„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Vormittag Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke St.Pölten, koordiniert. 

Radiobeiträge können Sie bei uns in der Apotheke auch ausgedruckt zum Nachlesen bekommen!

Am 04.03.2026 sprach Mag. pharm Dieter Kröner aus Pernitz über "Kollagen für Haut und Knochen"

Kollagen ist ein Eiweiß, das unser Körper selbst herstellt. Es ist so etwas wie das natürliche „Stützgerüst“ für viele Bereiche: Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder. Ohne Kollagen wären wir wortwörtlich weniger stabil. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper aber immer weniger davon – und genau deshalb wird Kollagen als Nahrungsergänzung immer beliebter.

 

Kollagen Typ I – für Haut, Knochen und Nägel

Der häufigste Kollagentyp in unserem Körper ist Typ I. Er macht unsere Haut fest und elastisch, sorgt für stabile Knochen und unterstützt auch Haare und Nägel. Wenn die körpereigene Produktion nachlässt, wird die Haut dünner, trockener und verliert an Spannkraft. Viele Menschen greifen deshalb zu Kollagenpräparaten, die Typ I enthalten.

Diese Produkte bestehen meist aus kleinen Eiweißbausteinen, die der Körper gut aufnehmen kann. Sie dienen als „Baumaterial“, das der Körper nach Bedarf wieder zu Kollagen zusammensetzt. Studien zeigen, dass sich dadurch die Hautfeuchtigkeit verbessern und kleine Fältchen glätten können. Auch die Knochen profitieren, weil Kollagen ein wichtiger Bestandteil der Knochensubstanz ist.

 

Kollagen Typ II – für Knorpel, Gelenke und Bindegewebe

Typ II ist ein anderer Kollagentyp, der vor allem im Knorpel vorkommt – also dort, wo unsere Gelenke abgefedert werden. Er ist wichtig für geschmeidige Bewegungen und ein stabiles Bindegewebe. Wenn Knorpel abgebaut wird, etwa durch Alter oder Belastung, können Gelenke steif oder schmerzhaft werden.

Kollagen Typ II wird deshalb häufig eingesetzt, um das Bindegewebe und die Gelenke zu unterstützen. Es wird in einer anderen Form hergestellt als Typ I und wirkt eher regulierend auf das Immunsystem im Gelenkbereich. Dadurch kann es helfen, die Gelenke zu entlasten und die Beweglichkeit zu verbessern.

Was ist wichtig zu wissen?

  • Beide Kollagentypen haben unterschiedliche Aufgaben – Typ I für Haut und Knochen, Typ II für Knorpel und Gelenke.

  • Sie ergänzen einander, ersetzen aber keine medizinische Behandlung.

  • Der Körper braucht zusätzlich Vitamin C, um Kollagen aufzubauen.

  • Eine Wirkung zeigt sich meist erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Einnahme.

 

Warum das Thema so viele Menschen betrifft

Mit zunehmendem Alter verliert der Körper jedes Jahr ein Stück seiner natürlichen Kollagenproduktion. Das zeigt sich zuerst an der Haut, später oft an den Gelenken. Viele Menschen möchten diesen Prozess verlangsamen oder Beschwerden vorbeugen – und genau hier kommen die verschiedenen Kollagentypen ins Spiel.

 

Kollagen – was es kann und welche Mengen in Studien verwendet werden

Kollagen ist das wichtigste Struktur‑Eiweiß unseres Körpers. Es hält Haut, Knochen, Knorpel und Bindegewebe stabil. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger davon – deshalb interessieren sich viele Menschen für Kollagen zum Einnehmen. Entscheidend ist, welchen Kollagentyp man auswählt, denn sie haben unterschiedliche Aufgaben.

 

Kollagen Typ I – für Haut, Knochen und Nägel

Typ I ist der häufigste Kollagentyp im Körper. Er sorgt also für eine feste, elastische Haut und stabile Knochen. Nahrungsergänzungen enthalten meist „hydrolysiertes Kollagen“, also kleine Eiweißbausteine, die der Körper gut aufnehmen kann.

In Studien verwendete Mengen:

  • Häufig zwischen 2,5 und 10 Gramm pro Tag

  • Oft als Pulver oder Trinkampulle

  • Meist über mehrere Wochen bis Monate eingenommen

Diese Mengen wurden in Untersuchungen eingesetzt, die Verbesserungen der Hautfeuchtigkeit, Hautelastizität und Knochendichte gezeigt haben. Für die Bildung von Kollagen benötigt der Körper zusätzlich Vitamin C.

Kollagen Typ II – für Knorpel, Gelenke und Bindegewebe

Typ II kommt vor allem im Knorpel vor – also dort, wo unsere Gelenke abgefedert werden. Es wird in einer anderen Form eingesetzt als Typ I und wirkt eher regulierend auf die Prozesse im Gelenk.

In Studien verwendete Mengen:

  • Bei „undenaturiertem“ Typ II meist kleine Mengen um 40 Milligramm täglich

  • Bei „hydrolysiertem“ Typ II oft 1 bis 2 Gramm pro Tag

Diese Formen werden in Untersuchungen eingesetzt, die eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Entlastung der Gelenke zeigen.

 

Worauf ist zu achten?

  • Die Wirkung baut sich langsam auf – oft erst nach 6–12 Wochen.

  • Vitamin C unterstützt den Kollagenaufbau.

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Am 25.02.2026 sprach Mag. pharm Michaela Kittinger-Zöchling von der Hippolyt-Apotheke in St.Pölten über "Vitamin D Aktionswochen"

Von Frühjahr bis Herbst tanken wir es kostenlos, im Winter wird es knapp: Vitamin D, das Sonnenvitamin. Ein Mangel äußert sich in Müdigkeit, Infektanfälligkeit und gedrückter Stimmung. Eine Einnahme „auf gut Glück“? Besser nicht, denn eine Überdosierung ist möglich. Wer daher Gewissheit haben möchte, kann einen unkomplizierten Schnelltest in der Apotheke durchführen lassen.

Wie und wann wird Vitamin D im Körper gebildet?

Das Winter-Dilemma: während wir uns in der dunklen Jahreszeit nach der Sonne sehnen, kann unser Körper die Produktion eines seiner wichtigsten Vitamine nur zu einem Minimum herstellen. Vitamin D – das Sonnenvitamin – wird zu bis zu 90 Prozent durch UV-B-Strahlung in der Haut gebildet. Dafür ist eine bestimmte Sonneneinstrahlung notwendig, die es in unseren Breitengraden nur von April bis September gibt. Damit ist nur in diesen Monaten eine Produktion unseres Körpers möglich und – natürlich – auch nur wenn man sich draußen aufhält. Die Verwendung von Sonnenschutzprodukten hat auch einen Einfluss auf die Vitamin D Produktion. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass ein Großteil der Bevölkerung in Österreich ist nicht optimal mit Vitamin D versorgt ist.

Wofür ist Vitamin D im Körper gut?

Vitamin D (die aktive Form ist unter Vitamin D3 bekannt) ist entscheidend für den Calciumstoffwechsel, was bedeutet: Es macht die Knochen stark und beugt Osteoporose vor. Vitamin D ist also essentiell, um den Knochenabbau zu verhindern. Doch das Sonnenvitamin stärkt nicht nur die Knochen, sondern kräftigt auch die Muskulatur.

1. Immunsystem

Vitamin D aktiviert die Abwehrzellen im Körper und trägt daher zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Das Risiko für Erkältungen und Atemwegsinfektionen im Winter sinkt drastisch bei ausreichender Anwesenheit von Vitamin D. Müdigkeit und Infektanfälligkeit sind typische Mangelerscheinungen von Vitamin D.

Vitamin D ist im Immunsystem auch für die Regulierung zuständig. Daher schützt in gewisser Weise ein guter Status von Vitamin D auch vor Autoimmunerkrankungen, Allergien und Asthma.

2. Herz-Kreislauf-System

Dazu ist bei einem Vitamin D Mangel das Risiko für Bluthochdruck und Arteriosklerose erhöht. Dagegen wird die Herzmuskelleistung bei einem ausreichend hohem Vitamin D Spiegel verbessert.

Und … auch im Stoffwechsel für Zucker und Fett ist Vitamin D beteilig. Die Bildung und Verwertung von Insulin wird teilweise durch Vitamin D gesteuert. Daher ist ein ausreichender Spiegel gerade bei Diabetes essentiell.

3. Nervensystem und Stimmung

Vitamin D beeinflusst die Produktion von Serotonin (dem „Glückshormon“) und Dopamin, welche beide für eine positive Stimmung und Antriebskraft sorgen. Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben ein höheres Risiko für Depressionen, Angstzustände und Schlafstörungen. Nicht nur das, Vitamin D zeigt auch eine schützende Funktion für Nervenzellen im Gehirn und bei einem optimalen Spiegel kann Nervenerkrankungen vorgebeugt werden.

Zusammengefasst: Vitamin D beeinflusst bis zu 2000 Faktoren im Körper.

Ist eine Messung sinnvoll?

Ja! Denn ob der eigene Vitamin-D-Status im optimalen Bereich liegt, lässt sich nicht zuverlässig anhand von Symptomen oder Vermutungen feststellen. Außerdem: Vitamin D ist eines der wenigen Vitamine, die man im Blut gut und aussagekräftig messen kann.

 

Kann man Vitamin D in der Apotheke messen lassen?

Ja! Viele Apotheken bieten eine Vitamin D Messung an und dieser Test dauert maximal 15 Minuten. Eine Anmeldung ist in der Apotheke, aber auch im Internet unter sicherversorgt.at sehr einfach möglich.

Der Test wird nur noch in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen und ist auch beim Arzt meistens kostenpflichtig. Niederösterreichs Apotheken bieten den Vitamin D Test  zum Aktionspreis an, diese Aktion läuft noch bis 31.03.

Auf die Beratung kommt es an! Denn auf Basis des gemessenen Wertes können Apotheker und Apothekerinnen individuell informieren, ob eine Supplementierung sinnvoll ist und wie diese richtig erfolgt.

 

Zusätzliche Gewinnchance

Während der Aktionswochen lohnt sich die Teilnahme übrigens besonders: Alle Personen, die ihren Vitamin-D-Spiegel in einer der teilnehmenden niederösterreichischen Apotheken messen lassen, können an einem Gewinnspiel teilnehmen. Zu gewinnen gibt es einen Wellness-Gutschein im Wert von 1.000 Euro sowie 40 kostenlose Vitamin-D-Messungen.

 

Wichtiger Hinweis zur Vorbereitung

Wer bereits ein Vitamin-D-Präparat einnimmt, sollte dieses mindestens zwei Tage vor der Messung pausieren. So lässt sich ein verfälschter Messwert weitgehend vermeiden und der tatsächliche Versorgungsstatus besser beurteilen.

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Am 18.02.2026 sprach Mag. pharm Gilbert Zinsler aus Horn über "Teemischungen für die Fastenzeit"

Der Aschermittwoch läutet auch immer den Beginn der Fastenzeit ein. Wer seinen/ihren Körper dabei mit wohltuendem Kräutertee unterstützten möchte, greift am besten zu den passenden Teemischungen aus der Apotheke.

Warum ist Entgiften und Fasten so gut für unseren Körper, den Geist und die Seele?

Müdes Aussehen, Antriebslosigkeit, Magen-Darmbeschwerden, unreine, oder trockene Haut – darunter leiden viele von uns. Verschiedene Faktoren wie ungesunde Ernährung, wenig Bewegung im Alltag, Alkohol, Schlafmangel und Stress tun unserem Körper auf Dauer nicht gut und schwächen unser Immunsystem. Gesunde Nieren und eine gesunde Leber befreien unsern Körper selbstständig von Schadstoffen. Eine Detox-Kur unterstützt diese Selbstreinigungskräfte, kurbelt den Stoffwechsel an und behebt so Erschöpfungszustände. Detox bzw. Fasten hat bereits eine jahrtausend-lange Tradition. In allen Weltreligionen spielte und spielt es noch immer als Stärkung der seelisch-geistigen Kräfte eine Rolle.

Welche Detox Tees werden zum Entgiften empfohlen?

Der Frühjahrsputz für Körper und Seele liegt voll im Trend. Doch viele vergessen: Ausreichend zu trinken ist das A und O in der Fastenzeit. Damit Körper und Geist nicht zu stark beansprucht werden, sollen täglich 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich genommen werden, am besten Kräutertees. Das Aufgießen einer Tasse Kräutertee mit heißem Wasser setzt wohlduftende Aromen und ätherische Öle aus den Kräutern frei. Der volle Kräutergeschmack und wertvolle Inhaltsstoffe gelangen so in Ihre Tasse Tee. Brennnesseln wirken besonders entgiftend, da sie auch harntreibend wirken. Weitere schmackhafte Sorten sind unter anderem: Birkenblätter und Löwenzahnwurzel, Pfefferminze und Kamillenblüten.

Artischocke unterstützt den Fettstoffwechsel in dem es die Gallentätigkeit anregt. Mariendistel ist ein klassischer Leberschutz.

Dies entspricht auch vielen Basentees, die gerne zu Beginn der Fastenzeit getrunken werden. Oft ist hier noch Melisse enthalten: Sie beruhigt Magen und Nerven.

Welche anderen Heilpflanzen eigenen sich gut für Tee zum Fasten?

Gerade in den ersten Fastentagen ist das Hungergefühl für viele die größte Herausforderung.

Als Apotheker empfehle ich Tees, die entweder das Hungergefühl dämpfen, den Blutzucker stabilisieren oder den Magen beruhigen und füllen, ohne Kalorien zu liefern.

  • Bitterstoff-Tees bieten eine natürliche Appetitregulation: Löwenzahn stimuliert reflektorisch die Verdauungssäfte. Paradoxerweise kann das Heißhunger reduzieren, da die Magen-Darm-Signale physiologisch aktiviert werden.

  • Ähnlich verhält es sich mit dem sehr bitteren Wermut, oder Ingwer der die Magenmotilität fördert und wärmend wirkt – viele empfinden dadurch weniger Hunger.

  • Eine leicht blutzuckerstabilisierende Wirkung wird dem Zimt nachgesagt, da er die Insulinsensitivität leicht verbessern kann.

  • Aber besonders gerne empfehle ich Grünen Tee – den ich auch gerne selbst trinke – er enthält Catechine und moderat Koffein, wodurch er den Appetit dämpft und die Aufmerksamkeit steigert.

 

Gibt es weitere praktische Tipps für die tägliche Anwendung?

1 gehäufter Teelöffel (ca. 2–3 g) pro 200 ml Wasser, mit kochendem Wasser übergießen und dann jedenfalls 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, damit die Inhaltsstoffe herausgelöst werden.

Bei starkem Hungergefühl: sehr warm und langsam trinken.

Im Fastenrhythmus empfiehlt sich folgende tägliche Routine:

Morgens: 1 Tasse zur Stoffwechselaktivierung

Vormittags: bei Hungergefühl

Nachmittags: optional eine weitere Tasse

Abends eher beruhigende Kräuter (z. B. Melisse) wählen

Vorsicht eventuell bei Gallengangsverschluss – dann keine Artischockenpräparate, oder -Tees einnehmen.

Bei sehr empfindlichem Magen Ingwer leicht reduzieren.

Schwangere sollten auf stark bittere Tees verzichten.

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Am 11.02.2026 sprach Mag. pharm Andreas Gentsch aus St.Pölten über "Nährstoffe für die Augen"

 

Unsere Augen sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt, etwa durch lange Bildschirmarbeit,
künstliches Licht und den natürlichen Alterungsprozess. Nahrungsergänzungsmittel für die Augen
werden häufig eingesetzt, um die Sehkraft zu unterstützen und Augenerkrankungen vorzubeugen.

 

Wichtige Nährstoffe
 

Vitamin A ist essenziell für den Sehvorgang und besonders wichtig für das Dämmerungssehen. In
Nahrungsergänzungsmitteln liegt es meist als Retinol oder Beta-Carotin vor. Natürliches Vitamin A
(Retinol) kommt vor allem in tierischen Produkten wie Leber, Eiern, Butter, Käse und Fisch vor.
Zusätzlich kann der Bedarf über Beta-Carotin (Provitamin A), das der Körper zu Vitamin A umwandeln
kann. Natürliche Quellen dafür sind Karotten, Süßkartoffeln, Grünkohl, Spinat, Kürbis und rote
Paprika.


Lutein und Zeaxanthin sind natürliche, fettlösliche Carotinoide, die der Körper nicht selbst herstellen
kann. Sie finden sich in hoher Konzentration in dunkelgrünem Blattgemüse (Grünkohl, Spinat), Mais,
gelb-orangen Blüten (Tagetes) und Eigelb. Diese Farbstoffe gehören zu den zentralen Wirkstoffen
moderner Augenpräparate und schützen das Auge, indem sie als innere Sonnenbrille fungieren. Sie
schützen die Netzhaut vor schädlichem blauem Licht und oxidativem Stress. Studien zeigen, dass sie
das Risiko für altersbedingte Makuladegeneration senken und deren Fortschreiten verlangsamen
können. Diese Carotinoide gelten als gut verträglich und sind besonders für ältere Menschen
relevant
.


Vitamin C und Vitamin E wirken als Antioxidantien und schützen die Zellen der Augen vor freien
Radikalen. Sie können zur Verlangsamung altersbedingter Veränderungen beitragen und werden
häufig gemeinsam in Kombipräparaten eingesetzt.


Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA, sind ein wichtiger Bestandteil der Netzhaut.
Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl oder Algenöl können vor allem bei trockenen Augen und
intensiver Bildschirmarbeit hilfreich sein, da sie den Tränenfilm stabilisieren und entzündliche
Prozesse mindern können.


Zink unterstützt den Transport von Vitamin A zur Netzhaut und spielt eine wichtige Rolle für die
normale Sehfunktion. Es ist Bestandteil vieler spezieller Augenpräparate, sollte jedoch nicht
dauerhaft hochdosiert eingenommen werden.


Nahrungsergänzungsmittel können die Augengesundheit gezielt unterstützen, insbesondere bei
erhöhtem Bedarf, im Alter oder bei intensiver Belastung der Augen. Besonders gut untersucht sind
Lutein, Zeaxanthin, Omega-3-Fettsäuren sowie antioxidative Vitamine. Entscheidend ist ein
bewusster Einsatz: Nahrungsergänzungsmittel sollten die Ernährung ergänzen, nicht ersetzen, und
idealerweise in Absprache mit ihrer/m Apotheker/in eingenommen werden.

***

Am 04.02.2026 sprach Mag. pharm Ulrike Zöchling von der Hippolyt-Apotheke in St.Pölten über "Wärmende Hausmittel"

Was sind wärmende Hausmittel?
Das sind bewährte Methoden, um bei Erkältungen, Kältegefühl oder Muskelverspannungen Linderung zu erhalten. Sie fördern die Durchblutung und aktivieren die Selbstheilungskräfte.

Wie können sie angewendet werden?
Sie können innerlich oder äußerlich angewendet werden:   innerliche Anwendung entsteht durch Stoffwechselreize, indem wärmende Substanzen zugeführt werden, und so die Körpertemperatur reguliert wird.  Bei der äußerlichen Anwendung werden lokale Reize auf Haut und Gewebe erzeugt.

 

Womit kann innerliche Wärme erzeugt werden?
In erster Linie durch Tees aus Heilpflanzen, Kräutern und Gewürzen:  Trinken ist auch im Winter wichtig, damit die Schleimhäute nicht austrocknen und für Viren und Bakterien anfällig sind:

  • Ingwer mit seinen aromatischen Scharfstoffen führt zu einer Weitung der Gefäße, was die Durchblutung verbessert, das typische Frösteln lindert, die Abwehrkräfte mobilisiert. Enthält Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen.

  • Die Kapland-Pelargonie hemmt das Wachstum von Viren und Bakterien, besonders hilfreich bei Erkältungen der oberen Luftwege: als Tropfen oder Saft auch für Kinder, als Mischpulver mit Muskatnuss und Bertram aufs Butterbrot, oder schluckweise im verdünnten heißen Wein aufgelöst.

  • Rosmarin und Thymian regen den Kreislauf an, wirken krampflösend auf Magen-Darm-Trakt, schleimlösend bei Erkältungen, erzeugen ein angenehmes Wärmegefühl, als Tee mit Manuka-Honig sehr bekömmlich.

  • Chili, Zimt und Kardamom entfachen das innere Feuer in Suppen, Nachspeisen und Kaffee.

 

Was ist bei äußerlicher Anwendung von Wärme zu beachten?

Trockene Wärme kann zugeführt werden mit der guten alten Wärmeflasche oder einem Kirschkernkissen, besonders effektiv bei beginnender Erkältung, z.B. abends im Bett. Wirkungsvoll bei  Menstruationskrämpfen, Rückenbeschwerden, Muskelkater.

Oder mit einem physikalischen Wärmepflaster, das Eisenpulver und Aktivkohle enthält und beim Öffnen der Verpackung durch den Sauerstoff Wärme erzeugt. Es wird am Körper angeklebt, entfaltet 8 – 12 Stunden wohlige Wärme. Nur tagsüber anwenden, im Bett führt es zu Hitzestau.

Oder mit einem Capsaicin-Pflaster, das den Chili-Extrakt enthält und die Haut reizt, was wiederum ein Brennen auslöst, jedoch zu einer langanhaltenden Schmerzlinderung führt.

Feuchte Wärme durch Kartoffelwickel dringt besonders tief ins Gewebe ein und ist stark durchblutungsfördernd und kann auch tiefsitzende Verschleimungen lösen.  

 

Fußbad für kalte Füße: eine Mischung aus ätherischen Ölen auf Meersalz, oder mit Obers/ Honig vermischt, im warmen Wasser gelöst, 25 – 30 Minuten genießen; danach Füße gut eincremen und 10 Minuten hochlagern. 

  • 7 Tropfen ätherisches Ingweröl zur Durchblutung

  • 5 Tropfen Geranienöl zur Pflege der Haut

  • 1 Tropfen Sandelholzöl zur Entspannung und zum Genießen

 

Vorsicht ist bei Wärmeanwendungen trotzdem geboten:

  • bei Herz-Kreislauf-Beschwerden: intensive Wärme kann Herz und Blutdruck belasten.

  • In der Schwangerschaft: Wärme am Unterbauch und manche ätherischen Öle können Wehen auslösen.

  • Diabetiker z.B. spüren Hitze oft vermindert, Verbrennungsrisiko erhöht.

 

Aber Achtung: Bei Fieber, akuten Entzündungen oder frischen Verletzungen ist Wärme kontraindiziert!

***

Bei Bedarf fragen Sie in Ihrer Apotheke nach weiteren Informationen.

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