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„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Vormittag Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke St.Pölten, koordiniert.
Radiobeiträge können Sie bei uns in der Apotheke auch ausgedruckt zum Nachlesen bekommen!
Am 08. April 2026 sprach Mag. pharm. Ulrike Zöchling von der Hippolyt-Apotheke St.Pölten über "Allergien und Tragant"
Die Pollensaison ist bereits voll im Gange. Der Grund, warum Pollen manchmal schon etwas früher fliegen, liegt im Jahr zuvor: sind die Sommer trocken, dann bilden die Bäume aus Überlebensdrang ihre Pollen im Jahr darauf früher aus. Mit dem ersten trockenen sonnigen Wetter beginnt dann die Allergiesaison. Gräser- und Kräuterpollen folgen ab Mai und werden bis Oktober die Lebensqualität von fast zwei Millionen Allergiegeplagten in Österreich wieder stark einschränken.
Was passiert bei einer Allergie/Heuschnupfen?
Manchmal schätzt unser Körper einen harmlosen Stoff aus der Umgebung, z.B. Pollen, falsch ein: Eine unangemessen starke Abwehrreaktion ist die Folge. Diese Überempfindlichkeitsreaktion nennt man Allergie. Bei Heuschnupfen bekämpft das Immunsystem die an sich harmlosen Pollen und löst damit eine Ausschüttung von Histamin aus, die zu den unangenehmen Allergiesymptomen führt.
Welche Symptome merkt man bei Heuschnupfen und was tut man dagegen?
Bereits seit einigen Wochen merken viele AllergikerInnen bereits die Symptome: juckende Augen und eine rinnende Nase. Zur Linderung der Allergieerscheinungen werden Augentropfen und Nasensprays mit antiallergischer Wirkung eingesetzt. Aber auch Antihistaminika, antiallergische Tabletten, werden gerne eingesetzt. Nebenwirkung ist leider oft Müdigkeit. Außerdem lindern diese Mittel nur die Symptome. Eine Sensibilisierung kann ärztlich erfolgen: hier wird ein bis drei Winter lang die allergieauslösende Substanz wie Pollen oder Tierhaare in niedriger Dosierung gegeben, mit der Hoffnung, der Körper gewöhnt sich daran.
Es gibt auch pflanzliche Mittel, die den Heuschnupfen an der Wurzel packen:
Kann man Heuschnupfen auch natürlich bekämpfen?
Die Tragantwurzel, auch Astralagus genannt, ist eine aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannte Pflanze, die das Immunsystem auf spezielle Weise reguliert. Die „Fehlreaktion“ oder Überreaktion des Immunsystems wird mit der Tragantwurzel verbessert. Man nennt dies auch immunregulierend. Dies entsteht durch die Regulierung der Balance zwischen Effektorzellen und regulatorischen T-Zellen: unser Immunsystem hat sowohl Stoffe für eine aktivierende Immunreaktion als auch zur Hemmung der Immunabwehr. Dies ist wichtig, damit das Immunsystem in Balance bleibt. Fehlt diese Regulierung, kommt es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems: bei einer zu stark hemmenden Wirkung arbeitet das Immunsystem nicht gut und es kommt zu immer wiederkehrenden Infekten. Arbeitet dagegen die aktivierende Seite zu stark, kommt es zu Überreaktionen des Immunsystem, unter anderem auch Heuschnupfen.
Mittlerweile ist die Tragantwurzel auch in Europa gut bekannt und bewährt. In Asien kennt man sie bereits seit tausenden Jahren. Vor allem der mongolische Tragant sticht für die Wirkung auf das Immunsystem heraus. Bereits im 12. Jahrhundert wird er als Bocksdorn in den Büchern von Hildegard von Bingen erwähnt.
Was können die Inhaltsstoffe im Tragant noch?
Die Inhaltsstoffe von Tragant werden aber auch zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt vor allem bei immer wiederkehrenden Infekten. Diese Wirkung basiert auf der Hemmung bestimmter entzündungsfördernder Stoffe und einem schützenden antioxidativen Effekt auf die Immunzellen. Damit zählt Tragant zu den natürlichen Adaptogenen, das sind Pflanzen, die dem Körper helfen, sich gegenüber Stressauslösern besser anzupassen.
Wie wird Tragant angewendet?
Die Wurzel ist in verschiedenen Formen erhältlich, um die Allergiesaison zu erleichtern:
Tabletten/Kapseln: Praktisch für die langfristige Einnahme, um die Sensibilität vor und während der Saison zu senken und mit der besten Wirkung.
Flüssige Formen Saft oder Extrakt: Schnelle Aufnahme des Wirkstoffs, auch für Kinder ab 12 Jahren. Auch als Tee möglich und hier oft in Kombination mit anderen Kräutern.
Wichtig: Um den Körper gegen saisonale Allergien zu rüsten, sollte Tragant im Idealfall bereits einige Wochen vor dem voraussichtlichen Pollenflug regelmäßig eingenommen werden.
Gibt es auch andere Hilfen bei Heuschnupfen?
Ein Heuschnupfen ist oft ein lebenslanger Begleiter. Mit Hilfe von Anthistaminika in Tablettenform, Augentropfen oder Nasensprays kann man die Symptome gut lindern. Neben Tragant gibt es auch einen speziellen Extrakt aus der Rohmilch, der die Allergie grundsätzlich bekämpft.
Mein Tipp für Allergie-Geplagte:
Pollen greifen an Haut und Schleimhaut an. Daher ist es sinnvoll befeuchtende Augentropfen und Nasensprays (oder Nasenspülungen) täglich zu verwenden. AllergikerInnen haben zudem oft gerötete oder sehr trockene Haut. Hier gibt es eine spezielle Pflege für Betroffene, die auch die Hautbarriere stärkt und damit Pollen abwehrt. Am besten in der Apotheke beraten lassen!
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Am 01. April 2026 sprach Mag. pharm. Andreas Gentzsch aus St.Pölten über "natürliche Cholesterinsenker"
Ein hoher Cholesterinspiegel gilt als bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose. Ab einer Konzentration von 200mg/dl steigt das Risiko für eine Gefäßerkrankung stark an. Die Häufigkeit einer Hypercholesterinämie nimmt mit dem Alter stark zu und verläuft weitgehend symptomfrei. Daher ist es umso wichtiger, regelmäßig ein Blutbild machen zu lassen und bei ersten Anzeichen gleich zu reagieren.
Wichtig ist, die Aufnahme von gesättigten Fetten („LDL-Wert“), also fettreiche Lebensmittel wie Fleisch, Faschiertes, Wurstwaren, Käse, Frittiertes und Knabbersachen zu reduzieren. Hingegen sind ungesättigte Fette („HDL-Wert“) in Fisch, hochwertigen Pflanzenölen, ungesalzenen ungerösteten Nüssen und vegetarischer Kost empfehlenswert.
Hilfreich ist eine grundsätzliche Ernährungsumstellung. Zum Frühstück Müsli aus Haferflocken mit frischen Äpfeln und Getreidemilch (z.B. Dinkel- oder Hafermilch).
Die darin enthaltenen Ballaststoffe, sowie das Apfelpektin sättigen gut und binden Gallensäure.
Tagsüber ist die Mittelmeerkost mit viel Rohkost aus Salaten, Walnüssen, Avocado, Knoblauch, Oliven, sowie kaltgepressten Ölen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, empfehlenswert.
Zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung können auch rezeptfreie Mittel aus der Apotheke dabei unterstützen, den Cholesterinspiegel zu senken:
Roter fermentierter Hefereis
Diese Substanz ist schon lange in der trad. Chinesischen Medizin (TCM) bekannt und hilft, das LDL- und das Gesamtcholesterin zu senken. Der wissenschaftliche Beweis dieser Wirkung bildete die Grundlage zur Entwicklung der Statine, welche auch in diversen Cholesterin-Tabletten enthalten sind.
Berberin
Wird u.a. aus Berberitzen gewonnen und diente traditionell als Färbemittel. Auch als Heilmittel hat es eine lange Tradition und ist in der Ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin, aber auch von Hildegard von Bingen beschrieben worden. Es hat eine günstige Wirkung bei erhöhten Cholesterinwerten, wie auch bei Diabetes, Entzündungen, Arteriosklerose und wird daher sowohl als allgemeines Anti-Aging -Mittel, wie auch als Zusatz bei natürlichen Cholesterinsenkern angewendet.
Phytosterole
Kommen vor allem in fettreichen Pflanzenteilen vor, z.B. Sonnenblumenkernen, Weizenkeim, Sesam, Sojabohnen und Kürbiskernen. Wertvoll sind vor allem kaltgepresste und unbehandelte („native“) Öle. Die Wirkung beruht darauf, dass bei Anwesenheit von Phytosterinen weniger Cholesterol im Darm aufgenommen werden kann und dieses dann auch schneller wieder ausgeschieden wird. Dadurch senken Phytosterinen sowohl das Gesamt- wie auch das LDLCholesterol.
Omega 3 Fettsäuren: Hochgereinigtes Fischöl oder Algenöl mit hohem Anteil an EPA und DHA senkt zwar nicht primär das LDL, aber es reduziert die Blutfette massiv und verbessert das Verhältnis von HDL zu LDL. Wer nicht zweimal wöchentlich fetten Seefisch isst, sollte auf hochwertige Omega-3-Kapseln setzen, die eine sichere Versorgung ermöglichen.
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Am 25. März 2026 sprach Mag. pharm. Gilbert Zinsler aus Horn über "Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit"
Bald werden wieder die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Die Tage sind bereits wieder länger als die Nächte. Langsam wird es Frühling und viele leiden unter Müdigkeit.
Warum sind so viele Menschen im Frühling müde, obwohl doch mehr belebende Sonne scheint?
Das ist tatsächlich ein kleines Paradox. Unser Körper stellt sich im Frühling hormonell um: Man kann sich das wie einen Winter Jet-lag vorstellen: Das Schlafhormon Melatonin wird in der dunklen Winterzeit vermehrt im Körper produziert nur jetzt langsam abgebaut, während das aktivierende Serotonin erst langsam ansteigt. Zusätzlich erweitern sich die Blutgefäße durch wärmere Temperaturen – der Blutdruck sinkt leicht, und das kann Müdigkeit und Kreislaufprobleme verursachen.
Ein weiterer Grund können Pollenallergien sein: AllergikerInnen kämpfen mit den Symptomen Heuschnupfen. Wer darunter leidet, den plagt ev. tagsüber Schläfrigkeit und des Nachts dann Schlafstörungen. Dazu kommen häufig Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.
Was kann man gegen Frühjahrsmüdigkeit tun?
Neben allgemeinen Gesundheitstipps, wie viel Bewegung an der frischen Luft um vor allem Sonne und Licht zu tanken, ein geregelter Schlafrhythmus mit ausreichend Schlaf um dem Körper zu mehr Energie zu verhelfen und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigern, helfen auch Wechselduschen. Vielleicht sind sie für manche am Morgen eine Herausforderung, aber die positive Wirkung bei Frühjahrsmüdigkeit ist überzeugend. Der Temperaturwechsel zwischen Kälte und Wärme vertreibt Müdigkeit, trainiert die Blutgefäße und bringt den Kreislauf in Schwung.
Aber oft helfen auch Vitamine und Mineralstoffe. Manchmal sind nicht nur von Vitamin D unsere Reserven am Ende des Winters aufgebraucht.
Welche Vitamine werden im Frühling empfohlen?
Vitamin D ist der Klassiker nach dem Winter und wahrscheinlich der häufigste Mangel im Frühling. Es wird hauptsächlich über Sonnenlicht gebildet – und davon hatten wir im Winter zu wenig.
Vitamin D3 unterstützt das Immunsystem, kann Müdigkeit und Erschöpfung reduzieren und ist wichtig für Muskeln und Stimmung
Die niederösterreichischen Apotheker haben noch bis Ende März eine Aktion, wo sie in Ihrer Apotheke ihren persönlichen Vitamin D Spiegel einfach bestimmen lassen können.
Vitamin-B-Komplex : B-Vitamine sind essenziell für die Energieproduktion im Körper und für den Stoffwechsel: So ist das Vitamin B1 besonders für die Nervenfunktion verantwortlich, Vitamin B6 reguliert viele Hormone, und Vitamin B12 ist nötig für Blutbildung und Energie. Dh. ein Vitamin B-Komplex ist wichtig für Stressgeplagte, sich vegan Ernährende (B12) und Menschen mit Erschöpfung.
Auch Magnesium wird unterschätzt, aber sehr wichtig. Es hilft bei Müdigkeit und innerer Unruhe und kann so den Schlaf verbessern.
Coenzym Q10 liefert Energie auf Zellebene: Es unterstützt die Energieproduktion in den Zellen und kann so bei Erschöpfung und Leistungsschwäche helfen. Es ist besonders sinnvoll für: Ältere Menschen und Personen mit hoher Belastung.
Und natürlich Eisen! Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für starke Müdigkeit! Als Symptome zeigen sich Erschöpfung, Blässe, Konzentrationsprobleme, Haarausfall etc.: Eisen sollte aber in höherer Konzentration immer erst nach einem Blutbild und einer ärztlichen Abklärung längerfristig eingenommen werden.
Welche pflanzliche Arzneimittel bieten eine sanfte Unterstützung?
Ginseng steigert unsere Leistungsfähigkeit und verbessert die Konzentration.
Rosenwurz ist eine erfolgreich angewandte Pflanze gegen Stress und hilft bei mentaler Erschöpfung.
Guarana ist eine natürliche Koffeinquelle. Es wiirkt länger und gleichmäßiger als Kaffee.
Ingwer-Präparate aktivieren Kreislauf und Stoffwechsel.
Viele dieser Pflanzen gibt es als Tabletten aus hochwirksamen Extrakten in der Apotheke, oder auch in Kombination mit Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenextrakten in Form von Tonika, die gerne getrunken werden und aufbauend wirken, im Frühling, oder bei allgemeiner Schwäche.
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Am 18. März 2026 sprach Mag. pharm. Gerti Kölbl aus Deutsch-Wagram über "Alleskönner Schwarzkümmelöl"
Der echte Schwarzkümmel findet seit über 2000 Jahren Verwendung als Gewürz- und Ölpflanze. Er ist weder mit echtem Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt. Das Schwarzkümmelöl wird aus den samtig-schwarzen Samen von Nigella sativa, einem Hahnenfußgewächs, gewonnen. Es ist ein intensiv-würzig-aromatisches Öl mit leicht pfeffrigem Geschmack.
Vor allem im Orient und in den Mittelmeerländern hat das Schwarzkümmelöl eine lange Tradition.
Verwendung von Schwarzkümmelöl
Schon im alten Ägypten wurde die Pflanze nicht nur als Küchengewürz verwendet. Sie war täglicher Begleiter der Leibärzte der Pharaonen, die damit Verdauungsbeschwerden, Kopf- und Zahnschmerzen und diverse Entzündungen behandelten.
Wichtige Inhaltsstoffe
Die Wirkung des Öls beruht auf seiner einzigartigen Zusammensetzung. Der Hauptwirkstoff mit antioxidativer Wirkung ist das Thymochinon. Es ist der wichtigste bioaktive Bestandteil des ätherischen Öls im Schwarzkümmel. Neben ungesättigten Fettsäuren enthält das Öl aber auch noch Mineralstoffe und Vitamine wie zum Bsp. Selen, Zink und Magnesium sowie Beta-Carotin, Folsäure, Biotin und Vitamin C.
Schwarzkümmelöl: Kapseln oder Öl und was ist von der Qualität her zu beachten?
Beim Kauf ist auf eine hohe Qualität zu achten. Das Öl kalt gepresst sein und in Bioqualität vorliegen. Vor dem Kauf sollte man daher die Verpackung von Kapseln und die Etiketten von Ölflaschen sorgfältig auf Qualitätsmerkmale prüfen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 3 Gramm.
Wirkungen von Schwarzkümmelöl
Es ist kein absolutes Wundermittel, aber es ist ein ausgezeichnetes hilfreiches Öl, ein Spezialist, der gezielt eingesetzt werden sollte. Die Beliebtheit beruht auf seiner enormen Vielseitigkeit. Es kann innerlich als Nahrungsergänzung oder äußerlich für Haut und Haare eingesetzt werden. Viele Wirkungen werden in Studien untersucht, einige sind gut belegt, andere eher traditionell überliefert.
Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
Das Öl hat eine natürliche harmonisierende Wirkung auf das Immunsystem. Es wirkt lindernd bei Erkältungskrankheiten, Inhalationen mit dem Öl wirken schleimlösend und entkrampfend.
Es hat einen positiven Effekt bei Wohlstandserkrankungen, wie Typ 2 Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck.
Man kann es auch bei Magen- Darmproblemen (Gastritis und Verdauungsbeschwerden) einsetzen. Laborstudien haben gezeigt, dass das Öl gegen verschiedene Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und einige Viren wirksam ist.
Neben den gesundheitlichen Aspekten, überzeugt Schwarzkümmelöl aber auch kulinarisch. Es wird gern als Gewürz für die kreative Küche verwendet.
Schwarzkümmelöl bei Allergien und Heuschnupfen
Die histaminsenkende Wirkung von Schwarzkümmelöl hat sich bei der Behandlung von Allergien und Heuschnupfen bewährt. Histamin vermittelt allergische Reaktionen wie Juckreiz, Schwellungen, und Atembeschwerden. Während der Pollensaison kann die Einnahme von Schwarzkümmelöl die mit Heuschnupfen verbundenen Beschwerden reduzieren. Darüber hinaus hilft die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl histamininduzierte Symptome bei Histaminintoleranz zu mildern.
Schwarzkümmelöl für Haut und Haar
Zur Hautpflege und bei chronischen Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis ist die innerliche und äußerliche Anwendung von Schwarzkümmelöl gleichermaßen empfehlenswert. Für die Haare kann man es kurmäßig anwenden, es sorgt für mehr Glanz und pflegt trockene Spitzen.
Schwarzkümmelöl als Zeckenschutz
Hunde und Menschen kann man auf natürliche Weise vor Zecken schützen. Einfach einige Tropfen des Öls auf freiliegende Hautstellen einreiben und kurz einwirken lassen. Beim Hund kann man das Öl dem Futter beimischen oder alternativ auf das Fell auftropfen. Vorsicht - bei Katzen darf es nicht angewendet werden, da ihnen ein Enzym fehlt, das die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, die im ätherischen Öl enthalten sind, abbaut!
Anwendungsbeispiele
Gesichtsdampfbad
1l heißes Wasser, 2 Teelöffel Schwarzkümmelöl verdunsten lassen und tief einatmen. Erholsam für die Atemwege und die Gesichtshaut mit Unreinheiten.
Hautöl zur Beruhigung der Haut
25ml Schwarzkümmelöl, 15ml Jojobaöl, 10ml Macadamianussöl, 10 Tr. Lavendelöl
Alle Öle in eine 50ml Flasche geben und gut schütteln. Die Mischung kühl lagern und so schnell wie möglich aufbrauchen.
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Am 11.03.2026 sprach Dr.in Angelika Borger aus Wr. Neustadt über "Fit in den Frühling mit Griffonia und Coenzym Q10"
Viele Menschen leiden nun, wenn die Temperaturen steigen und der Frühling seine ersten Grüße sendet, unter der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit.
Frühjahrsmüdigkeit. Wie kommt es dazu?
Die genauen Ursachen sind längst nicht zur Gänze erforscht, doch ExpertInnen gehen davon aus, dass unser Organismus Anpassungsschwierigkeiten hat und zwar was die veränderte Tageslänge und die steigenden Temperaturen anbelangt. Der Winter mit seiner langen Dunkelphase veranlasst unseren Körper vermehrt Melatonin, unser Schlafhormon, zu bilden und schraubt gleichzeitig die Produktion von Serotonin, unserem Glückshormon, zurück. Dieses Ungleichgewicht zwischen Melatonin und Serotonin gilt es nun, wo die Tage wieder länger werden, auszugleichen und den Hormonhaushalt zu regulieren. Durch die höheren Temperaturen erweitern sich weiters die Blutgefäße, der Blutdruck kann sinken, auch das fördert unsere Müdigkeit.
Wie können wir unseren Körper unterstützen, sich schneller in den Frühjahrsmodus zu schalten?
In diesem Zusammenhang kann man an Griffonia, die afrikanische Schwarzbohne, denken. In der traditionellen westafrikanischen Medizin wird sie seit Jahrhunderten zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt. Griffonia enthält den Wirkstoff 5-Hydroxytryptophan. Dabei handelt sich um eine Vorstufe von Serotonin, dass in der Umgangssprache gerne als das Glückshormon bezeichnet wird. Der aus dem Gleichgewicht geratene Serotoninspiegel kann dadurch wieder ausgeglichen werden, die Stimmung steigt, die emotionale Balance wird unterstützt, Stress kann reduziert werden und auch die Schlafqualität wird verbessert. In manchen Nahrungsergänzungsmitteln ist Griffonia mit Magnesium und Vitamin B6 kombiniert, um die Umwandlung in Serotonin zu erleichtern. Andere Produkte wiederum enthalten zusätzlich die Rosenwurz, die den Körper dabei unterstützt sich besser an Stresssituationen anzupassen.
Kann jeder Mensch Griffonia einnehmen?
Prinzipiell ist in seltenen Fällen mit Nebenwirkungen zu rechnen. Wenn Sie jedoch Antidepressiva einnehmen, bitte stets vorab ärztliche Rücksprache halten, da ein Großteil der verordneten Antidepressiva seine Wirkung über den Serotoninstoffwechsel entfaltet. Eine Kombination mit dem stimmungsaufhellenden Johanniskraut oder mit manchen Beruhigungs- oder Schmerzmitteln kann zu einer verstärkten Wirkung führen. Schwangeren und stillenden Frauen rate ich aufgrund fehlender Studien von der Einnahme ab.
Und weitere Tipps, wenn uns die Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen macht?
Coenzym Q10 ist ein Vitalstoff, der die Energiegewinnung ankurbeln und den Energiehaushalt wieder auf Vordermann bringen kann. Ich sehe Coenzym Q10 als unseren wichtigsten Energielieferanten an. In der kalten Jahreszeit ist der Energiebedarf sehr hoch, da bietet es sich an Coenzym Q10 einzunehmen, um sich für den nahenden Frühling fit zu machen.
Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche Verbindung, die unser Körper selbst herstellen kann. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch die körpereigene Produktion und dies kann sich schnellbemerkbar machen, weil es eine maßgebliche Rolle in unserem Energiestoffwechsel spielt. Die Energie aus der Nahrung wird in körpereigene Energie umgewandelt, die für viele lebenswichtige Prozesse im Körper wie zum Beispiel die Funktion der Nervenzellen oder die Bereitstellung von Energie für Herz, Lunge oder Leber notwendig ist.
In welcher Form kann Coenzym Q10 zugeführt werden?
Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch, Geflügel, Leber, Hülsenfrüchte oder Soja gelten als gute Quellen, in Obst und Gemüse sind geringere Mengen enthalten, größere Mengen kann man durch Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Experten empfehlen die Zufuhr von 60 bis 120mg täglich. Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche sollten maximal 100mg täglich einnehmen. Bei zu hohen Dosen können Nebenwirkungen, die den Magen-Darm-Bereich betreffen wie Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen auftreten.
Kann Coenzym Q10 bedenkenlos eingenommen werden?
Bei der Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und manchen blutverdünnenden Substanzen ist Vorsicht geboten und ich empfehle ihnen auch hier ärztliche Rücksprache zu halten.
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Am 04.03.2026 sprach Mag. pharm Dieter Kröner aus Pernitz über "Kollagen für Haut und Knochen"
Kollagen ist ein Eiweiß, das unser Körper selbst herstellt. Es ist so etwas wie das natürliche „Stützgerüst“ für viele Bereiche: Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder. Ohne Kollagen wären wir wortwörtlich weniger stabil. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper aber immer weniger davon – und genau deshalb wird Kollagen als Nahrungsergänzung immer beliebter.
Kollagen Typ I – für Haut, Knochen und Nägel
Der häufigste Kollagentyp in unserem Körper ist Typ I. Er macht unsere Haut fest und elastisch, sorgt für stabile Knochen und unterstützt auch Haare und Nägel. Wenn die körpereigene Produktion nachlässt, wird die Haut dünner, trockener und verliert an Spannkraft. Viele Menschen greifen deshalb zu Kollagenpräparaten, die Typ I enthalten.
Diese Produkte bestehen meist aus kleinen Eiweißbausteinen, die der Körper gut aufnehmen kann. Sie dienen als „Baumaterial“, das der Körper nach Bedarf wieder zu Kollagen zusammensetzt. Studien zeigen, dass sich dadurch die Hautfeuchtigkeit verbessern und kleine Fältchen glätten können. Auch die Knochen profitieren, weil Kollagen ein wichtiger Bestandteil der Knochensubstanz ist.
Kollagen Typ II – für Knorpel, Gelenke und Bindegewebe
Typ II ist ein anderer Kollagentyp, der vor allem im Knorpel vorkommt – also dort, wo unsere Gelenke abgefedert werden. Er ist wichtig für geschmeidige Bewegungen und ein stabiles Bindegewebe. Wenn Knorpel abgebaut wird, etwa durch Alter oder Belastung, können Gelenke steif oder schmerzhaft werden.
Kollagen Typ II wird deshalb häufig eingesetzt, um das Bindegewebe und die Gelenke zu unterstützen. Es wird in einer anderen Form hergestellt als Typ I und wirkt eher regulierend auf das Immunsystem im Gelenkbereich. Dadurch kann es helfen, die Gelenke zu entlasten und die Beweglichkeit zu verbessern.
Was ist wichtig zu wissen?
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Beide Kollagentypen haben unterschiedliche Aufgaben – Typ I für Haut und Knochen, Typ II für Knorpel und Gelenke.
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Sie ergänzen einander, ersetzen aber keine medizinische Behandlung.
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Der Körper braucht zusätzlich Vitamin C, um Kollagen aufzubauen.
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Eine Wirkung zeigt sich meist erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Einnahme.
Warum das Thema so viele Menschen betrifft
Mit zunehmendem Alter verliert der Körper jedes Jahr ein Stück seiner natürlichen Kollagenproduktion. Das zeigt sich zuerst an der Haut, später oft an den Gelenken. Viele Menschen möchten diesen Prozess verlangsamen oder Beschwerden vorbeugen – und genau hier kommen die verschiedenen Kollagentypen ins Spiel.
Kollagen – was es kann und welche Mengen in Studien verwendet werden
Kollagen ist das wichtigste Struktur‑Eiweiß unseres Körpers. Es hält Haut, Knochen, Knorpel und Bindegewebe stabil. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger davon – deshalb interessieren sich viele Menschen für Kollagen zum Einnehmen. Entscheidend ist, welchen Kollagentyp man auswählt, denn sie haben unterschiedliche Aufgaben.
Kollagen Typ I – für Haut, Knochen und Nägel
Typ I ist der häufigste Kollagentyp im Körper. Er sorgt also für eine feste, elastische Haut und stabile Knochen. Nahrungsergänzungen enthalten meist „hydrolysiertes Kollagen“, also kleine Eiweißbausteine, die der Körper gut aufnehmen kann.
In Studien verwendete Mengen:
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Häufig zwischen 2,5 und 10 Gramm pro Tag
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Oft als Pulver oder Trinkampulle
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Meist über mehrere Wochen bis Monate eingenommen
Diese Mengen wurden in Untersuchungen eingesetzt, die Verbesserungen der Hautfeuchtigkeit, Hautelastizität und Knochendichte gezeigt haben. Für die Bildung von Kollagen benötigt der Körper zusätzlich Vitamin C.
Kollagen Typ II – für Knorpel, Gelenke und Bindegewebe
Typ II kommt vor allem im Knorpel vor – also dort, wo unsere Gelenke abgefedert werden. Es wird in einer anderen Form eingesetzt als Typ I und wirkt eher regulierend auf die Prozesse im Gelenk.
In Studien verwendete Mengen:
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Bei „undenaturiertem“ Typ II meist kleine Mengen um 40 Milligramm täglich
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Bei „hydrolysiertem“ Typ II oft 1 bis 2 Gramm pro Tag
Diese Formen werden in Untersuchungen eingesetzt, die eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Entlastung der Gelenke zeigen.
Worauf ist zu achten?
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Die Wirkung baut sich langsam auf – oft erst nach 6–12 Wochen.
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Vitamin C unterstützt den Kollagenaufbau.
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Bei Bedarf fragen Sie in Ihrer Apotheke nach weiteren Informationen.
