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Unsere Apothekerinnen im Radio NÖ
„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Vormittag Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke St.Pölten, koordiniert.
Radiobeiträge können Sie bei uns in der Apotheke auch ausgedruckt zum Nachlesen bekommen!
Am 22. Juli 2026 sprach Mag.a Irina Schwabegger-Wager aus Gmünd über „Arzneimittel und Hitze“
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Am 15. Juli 2026 sprach Mag.a pharm. Michaela Kittinger-Zöchling von der Hippolyt-Apotheke in St.Pölten über "Omega 3 Fettsäuren"
Omega 3 Fettsäuren sind lebensnotwendige Fette. Sie sind entzündungshemmend, wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und unterstützen die Gehirnfunktion bereits im Mutterleib bis hin ins hohe Alter. Da sie der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Omega 3 Frühstück
Es ist möglich, Omega 3 Fettsäuren bereits zum Frühstück zu sich zu nehmen ohne Fisch essen zu müssen. Omega 3 Fettsäuren kommen auch in pflanzlichen Ölen vor. Eine der drei wichtigen Omega-3 Vertreter kommt in Leinöl, Wallnussöl und Walnüssen, Chiasamen und Hanfsamen vor. Sie wirken durch antioxidative Effekte zellschützend.
Zum Frühstück also ein Esslöffel Lein- oder Walnussöl übers Brot oder Chiasamen, Walnüsse und Hanfsamen ins Müsli mischen. Mit Topfen oder Joghurt und gerade jetzt saisonal: Beeren, ergibt es ein Power-Frühstück.
Auch die Mischung macht es aus: am besten verschiedene Samen und Nüsse ins Müsli mischen und auch unter den pflanzlichen Ölen immer wieder wechseln. Der Gehalt an Omega 3 Fettsäuren wird bei den Inhaltsstoffen gelistet und ganz wichtig: kaltgepresst und kalt verwenden, sonst werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass damit nicht der gesamte tägliche Bedarf an Omega 3 Fettsäuren gedeckt wird.
Denn zwei weitere wichtige Vertreter der Omega-3 Fettsäuren sind EPA und DHA. EPA Eicosapentaensäure und DHA Decosahexaensäure. Diese haben den größten schützenden Effekt auf die Gefäße und der Körper kann sie im Gegensatz zu ALA sofort verwerten. Diese beiden Fettsäuren findet man nur in fettem Meeresfisch, also Lachs, Makrele und Hering. Auch wenn ein kleiner Teil aus pflanzlichen Ölen in DHA und EPA umgewandelt werden kann, decken Lein- und Walnussöl nicht den gesamten Bedarf an Omega 3 Fettsäuren ab.
Alternativ können daher Nahrungsergänzungsmittel mit Omega 3 Fettsäuren eingesetzt werden, die es auch in flüssiger Form gibt und auch gut in einem frisch gepressten Obst- und Gemüsesaft (Smoothie) oder mit einer Avocado als Aufstrich gemixt werden können.
Warum sind Omega 3 Fettsäuren so wichtig und gesund?
Omega 3 Fettsäuren sind Fette, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher mit der Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen muss. Sie sind
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Bausteine für Zellmembranen (also Zellwände)
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halten Gefäße elastisch: vor allem wichtig bei hohem Blutdruck, wenn ein erhöhter Druck auf den Gefäßen lastet
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unterstützen die Herzgesundheit: helfen zu einer normalen Herzfunktion und spielen eine Rolle bei der Regulierung von Blutdruck und Blutfetten (Cholesterin)
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bauen Gehirn und Nerven auf: das Gehirn besteht zu einem Großteil aus Fetten
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sind für eine gute Sehkraft wichtig, denn sie sind der wichtige Bestandteil der Netzhaut
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Schwangerschaft: DHA fördert die Entwicklung des Gehirns, der Nerven und Augen im Mutterleib, daher wird in der Schwangerschaft zu einer Ergänzung von DHA geraten
Die drei wichtigsten Formen von Omega-3 sind ALA, EPA und DHA. ALA aus pflanzlichen Ölen hat vor allem eine zellschützende Wirkung. EPA und DHA aus Fisch oder Algen haben einen schützenden Effekt auf die Gefäße. EPA hat zusätzliche entzündungshemmende Eigenschaften und DHA wirkt positiv auf die Lern- und Gedächtnisfähigkeit.
Die Mischung macht gesund – warum Omega 3 ergänzen
Neben den bekannten Omega 3 Fettsäuren, gibt es außerdem Omega 6 und Omega 9 Fettsäuren. Und hier ist das Verhältnis essentiell. Omega 9 haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Gesundheit und sind der Hauptbestandteil in Olivenöl, aber gemeinsam mit den Omega 3 Fettsäuren in vielen pflanzlichen Ölen enthalten.
Omega 6 haben dagegen nur einen mäßig positiven Effekt auf die Gesundheit, sie sind vor allem für das Immunsystem wichtig, haben aber auch entzündungsfördernde Eigenschaften und kommen vor allem in tierischem Fleisch vor.
Daher ist gerade bei einem erhöhten Fleischkonsum der Ausgleich mit Omega 3 Fettsäuren sehr wichtig, weil ein Überschuss an Omega 6 zu Entzündungsreaktionen führen kann, die durch Omega 3 aus Fisch ausgeglichen werden.
Welches sind die besten Quellen für Omega 3 Fettsäuren?
Fetter Fisch und pflanzliche Öle sind die besten Quellen für Omega 3 Fettsäuren. Pflanzliche Öle, hier vor allem Leinöl, Avocadoöl und Walnussöl, aber auch Walnüsse, Chiasmen und Hanfsamen enthalten die Omega 3 Fettsäure ALA, die als Antioxidants schützend auf die Zellen wirkt.
Die wichtigen entzündungshemmenden Omega 3 Fettsäuren (EPA und DHA) finden sich allerdings nur in fettem Fisch und nur ein sehr geringer Teil in pflanzlichen Ölen. Sie wirken positiv auf die Gefäße, den Cholesterinspiegel, den Blutdruck, aber auch auf das Gehirn und die Augen.
Daher wird für eine ausgewogene Ernährung 2 Mal in der Woche Fisch auf dem Teller empfohlen. Möglichst fetter Fisch wie Lachs, Makrele, Hering und Sardellen.
Um den Bedarf an Omega 3 Fettsäuren zu decken, kann man auch auf Nahrungsergänzungsmittel greifen, die es in Kapselform, aber auch als flüssiges Öl gibt. Für Kinder gibt es Kaudragees, die den Geschmack von Fisch sehr übertönen.
Als vegane Quelle für Omega 3 Fettsäuren gibt es Algenöl. Auch hier ist der Gehalt der zwei wichtigen EPA und DHA in gleichem Maße enthalten, denn die Fische bekommen ihren Anteil an Omega-3 aus Mikroalgen. Diese rein pflanzliche Quelle ist ebenso erhältlich als Kapseln oder in Form flüssige Öle.
Abschließender Tipp
Beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln ist auf den Gehalt von EPA und DHA zu achten. Je nachdem ob die Wirkung gegen Entzündungen sein soll (EPA) oder auf die Gehirnfunktion (DHA). Da Meeresfisch sehr oft mit Schwermetallen belastet ist, zeichnet sich eine gute Qualität vor allem durch die Reinheit von Schwermetallen aus. Und last-but-not-least sollte auch der Fischbestand nicht darunter leiden. Am besten in der Apotheke beraten lassen.
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Am 08. Juli 2026 sprach Mag.a pharm. Gilbert Zinsler aus Horn über "Gürtelrose"
Gürtelrose ist eine sehr unangenehme und schmerzhafte Erkrankung. Es handelt sich um eine Erkrankung, die viele Menschen betrifft und oft unterschätzt wird. Besonders jetzt im Sommer, in der Hitze, sind die stark juckenden Hautausschläge besonders unangenehm.
Wie bekommt man eigentlich Gürtelrose?
Die Gürtelrose ist eine Erkrankung, die durch das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird – dasselbe Virus, das auch Feuchtblattern, bzw. Windpocken verursacht. Nach einer Windpockenerkrankung verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann Jahre oder sogar Jahrzehnte später wieder aktiv werden. Meist sind von Gürtelrose dann ältere Menschen betroffen. Besonders viele Patienten sind über 65 Jahre alt. Als Hauptrisikofaktor gilt ein geschwächtes Immunsystem, durch chronische Krankheiten, aber auch starker Stress, oder sogar ein Sonnenbrand kann Auslöser sein. Dann entsteht die Gürtelrose, meist mit einem schmerzhaften Hautausschlag und kleinen Bläschen.
Was ist bei der Behandlung wichtig?
Die Erkrankung beginnt häufig mit Brennen, Kribbeln oder stechenden Schmerzen auf einer Körperseite. Kurz darauf entwickelt sich ein geröteter Hautausschlag mit Bläschen. Besonders typisch ist, dass die Beschwerden nur einseitig auftreten und sich entlang eines Nervs ausbreiten. Hier ist eine schnelle ärztliche Abklärung und dann eine antivirale Therapie mit entsprechenden Tabletten sehr wichtig. Das kann helfen, die Dauer der Erkrankung zu verkürzen. Je früher eine antivirale Therapie begonnen wird – idealerweise innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags – desto besser kann der Krankheitsverlauf beeinflusst werden und spätere Nervenschäden verhindert werden. Zur akuten Schmerztherapie können noch entzündungshemmende Medikamente und Vitamin-B-Komplex Präparate eingenommen werden.
Wie kann man das unangenehme Jucken behandeln?
Während die Bläschen noch frisch sind und nässen, stehen kühlende Umschläge und eine schonende Reinigung im Vordergrund. Wirkstoffe wie Zinkoxid, Gerbstoffe oder Polidocanol können helfen, die Bläschen schneller abtrocknen zu lassen. Hier tupft man mit entsprechen Schüttelmixturen die Bläschen regelmäßig ein. Wichtig ist eine Infektion der Bläschen durch Aufkratzen zu verhindern und Juckreiz lindern. Sobald die Bläschen eingetrocknet sind, können pflegende Cremes mit Dexpanthenol oder Lotionen helfen, Spannungsgefühle, Trockenheit und Juckreiz zu lindern und die Hautheilung zu unterstützen.
Kann man gegen Gürtelrose vorbeugen?
Für ältere Erwachsene und bestimmte Menschen mit erhöhtem Risiko gibt es eine Schutzimpfung gegen Gürtelrose. Sie kann das Erkrankungsrisiko und insbesondere das Risiko für langanhaltende Nervenschmerzen, die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie, deutlich senken. Die Schutzimpfung trainiert das Immunsystem gezielt, damit es das Virus besser unter Kontrolle halten kann. Trotz Impfung kann allerdings ein Herpes zoster auftreten, aber die Erkrankung verläuft meist wesentlich milder und kürzer als bei ungeimpften Personen.
Die Impfung gegen Gürtelrose ist im Rahmen des österreichischen Impfprogramms kostenlos verfügbar. Der Impfstoff wird für Personen ab dem 60. Lebensjahr sowie für Personen unter 60 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen, bzw. für Risikogruppen gratis zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus helfen allgemeine Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil, die das Immunsystem unterstützen und Stress reduzieren: Dazu zählen ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, vielleicht ein aufbauendes Vitaminpräparat, das Zink und andere Spurenelemente enthält.
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Am 01. Juli 2026 sprach Mag.a pharm. Andreas Gentzsch aus St.Pölten über "Pflanzliche Hilfe bei Blasenentzündung"
Die Sonne scheint und der Sprung ins kühle Wasser bringt die ersehnte Abkühlung. Während ein Bad für die meisten das wahre Vergnügen ist, ist es für einige mit der Erinnerung an einen unangenehmen Blaseninfekt verbunden. Eine unkomplizierte Blasenentzündung (Zystitis) wird in den meisten Fällen durch das Darmbakterium Escherichia coli ausgelöst. Diese kann durch Unterwäsche oder Badeanzüge übertragen werden, weshalb ein Wechsel der Badesachen nach dem Plantschen vorteilhaft ist. Zur Eliminierung der Keime in den Harnwegen und als Vorsorge eignen sich einige hauptsächlich pflanzliche Stoffe. Diese haben entweder eine antimikrobielle Wirkung durch direkte Bekämpfung und Hemmung der Erreger, oder sie haben einen antiadhäsiven Effekt, indem sie verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand festsetzen können.
Kapuzinerkresse / Meerrettich
Langzeit-Keimhemmung im Harntrakt durch kontinuierliche Zufuhr von Senfölen. Diese Kombination fungiert als natürliches Antibiotikum. Die Senföle werden bereits im oberen Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die Niere in die Blase ausgeschieden, wo sie Bakterien, Viren und Pilze direkt bekämpfen. Diese Wirkstoffe können als Kur über mehrere Wochen eingenommen werden.
Cranberry
Enthält Proanthocyanidine (PAC). Diese verhindern das Anhaften der Bakterien an das Urothel (Blasenschleimhaut). Im Akutfall eignet sich am besten ein hochdosiertes Extrakt (mind. 63mg PAC täglich).
D-Mannose
Ein natürlicher Einfachzucker. Er bindet sich an die Oberfläche von E. coli Bakterien. Diese werden ummantelt und mit dem Urin ausgespült. Dosierung: Täglich ca. 2 Gramm in Wasser aufgelöst (auch zur langfristigen Anwendung geeignet).
Die Dreierkombination Rosmarin, Tausendgüldenkraut, Liebstöckel
Diese Kombination wirkt nachweislich schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend und bakterienausspülend.
Bärentraubenblätter (Arbutin)
Der Inhaltsstoff Arbutin wird im Körper in Hydrochinon umgewandelt, welches in der Blase stark antibakteriell und desinfizierend wirkt.
Ein weiteres Wirkprinzip ist die vermehrte Durchspülung der Harnwege (Aquaretika) durch gesteigerte Urinproduktion.
Diese Pflanzen erhöhen das Harnvolumen rein mechanisch und spülen die Keime aus. Sie werden meist als Arzneitee oder hochdosierter Extrakt eingenommen:
Echte Goldrute
Wirkt stark harntreibend, entzündungshemmend und krampflösend.
Brennnesselblätter/Birkenblätter
Klassische Durchspülungstherapeutika bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.
Schachtelhalmkraut (Zinnkraut)
Unterstützt die Ausschwemmung und stärkt das Gewebe.
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Am 24. Juni 2026 sprach Mag.a pharm. Gertrude Kölbl über "Sonnenschutz für die Augen"
Zur Erhaltung der Augengesundheit ist der Schutz vor Sonnenlicht und UV-Strahlung von größter Wichtigkeit. UV-Strahlung kann nicht nur die Haut, sondern auch die Augen irreversibel schädigen. Unsere Augen verfügen zwar über eigene Abwehrmechanismen gegen Sonnenlicht, diese natürlichen Schutzfunktionen sind aber nicht immer ausreichend.
Ein Teil der UV-A- und UV-B-Strahlung wird von der Hornhaut und der Augenlinse absorbiert, dennoch erreicht mehr als die Hälfte die empfindliche Netzhaut. Zusätzlich können Reflexionen die auf die Augen treffende UV-Strahlung deutlich erhöhen, sodass selbst im Schatten eine erhebliche UV-Belastung entstehen kann.
Schutzmaßnahmen vor UV-bedingten Augenschäden
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Tragen eines breitkrempigen Hutes oder einer Kappe
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Anwendung von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor um die Augen herum
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Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz
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Regelmäßige Befeuchtung der Augen
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Gesunde Ernährung und Zufuhr von Antioxidantien zur Unterstützung des Schutzes der Augen vor schädlichen Einflüssen des Sonnenlichts
Wer muss seine Augen besonders vor der Sonne schützen?
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Personen, die sich einer Katarakt-Operation unterzogen haben (Grauer Star): Dabei wird oft eine künstliche Linse eingesetzt wird, die zwar die Sicht verbessert, aber nicht über die gleichen schützenden Pigmente wie eine natürliche Linse verfügt.
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Kinder: Ihre Fähigkeit UV-Strahlung zu filtern ist noch nicht vollständig entwickelt. Ihre Augenlinse ist nämlich klarer und somit empfindlicher gegenüber der UV-Strahlung.
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Personen mit heller Haut und blauen oder grünen Augen: Durch ihre geringere natürliche Pigmentierung sind sie ebenfalls anfälliger für Sonnenschäden.
Augen auf beim Kauf einer Sonnenbrille
Beim Kauf einer Sonnenbrille ist es sehr wichtig auf die Kennzeichnung zu achten, um sicher zu stellen, dass sie einen ausreichenden UV-Schutz bietet. Die meisten hochwertigen Sonnenbrillen sind mit dem UV-400-Label gekennzeichnet. Dieses gibt an, dass die Gläser UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 nm (UVA- und UVB-Strahlen) nahezu vollständig blockieren.
Generell ist es empfehlenswert, Sonnenbrillen nur von vertrauenswürdigen Marken oder bei Optikern zu kaufen, da man nur so sicherstellen kann, dass sie den notwendigen UV-Schutz bieten und von hoher Qualität sind.
Akute und chronische Schäden durch Sonnenlicht
Nach einem sonnigen Tag am Strand oder im Schnee fühlen sich die Augen häufig gereizt an, als hätte man Sand in den Augen. Ursache kann eine Photokeratitis sein, bei der die äußere Hornschicht des Auges geschädigt wird. Sie kann nach intensiver UV-Exposition ohne angemessenen Schutz auftreten. Typische Symptome sind Rötungen, Schmerzen, Brennen sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Solche Schäden sind meist nur vorübergehend und heilen mit entsprechender Pflege und dem Schutz vor weiterer UV-Exposition wieder ab. Zur Pflege und Beruhigung eignen sich besonders gut Hyaluronsäure haltige Augentropfen oder Augentropfen mit Augentrost. Auch Augentropfen mit dem Zellschutzstoff Ectoin lindern Entzündungen und können Allergene abwehren. Sie stabilisieren den natürlichen Tränenfilm und sind ideal für die Behandlung von trockenen gereizten Augen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Schmerzen sollte man einen Augenarzt aufsuchen.
Eine über Jahre oder Jahrzehnte andauernde chronische UV-Exposition kann jedoch zu chronischen Augenkrankheiten führen. Augenprobleme wie der Graue Star (Katarakt) oder die altersabhängige Makuladegeneration können Folge eines Lebens ohne adäquaten Schutz sein. Bei beiden Erkrankungen kommt es zu einer schleichenden Verschlechterung der Sehleistung.
Sonnenschutz ist mehr als UV-Schutz
Innerlich eingenommen, können vor allem fettlösliche Antioxidantien wie Carotinoide einen guten Zellschutz liefern. Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin stellen durch die antioxidativen Eigenschaften die „natürliche Sonnenbrille“ dar und können die Retina vor UV – induzierten Schäden schützen. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind in der Lage bestimmte Anteile der Lichteinstrahlung zu filtern und eine Schutzfunktion für die Netzhaut auszuüben. Durch ihr antioxidatives Potenzial können durch das Licht erzeugte freie Radikale abgefangen werden. Auch Vitamin C und E und das Spurenelement Zink eignen sich gut, um freie Radikale, die durch Sonnenstrahlung entstehen, abzufangen. Nicht zu vergessen sind die Omega 3-Fettsäuren, sie sind wichtig für die Tränenfilmqualität und die Netzhaut.
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Am 17. Juni 2026 sprach Mag.a Irina Schwabegger-Wager über "Die Reiseapotheke"
In den Apotheken gibt es eigene Checklisten, was alles in die Reiseapotheke hineinkommen soll.
Eine gut sortierte Reiseapotheke sollte immer mit auf Reisen gehen – und da die passenden Medikamente gerade im Ausland oft nur mit großem Aufwand erhältlich sind, sind es auf Grund sprachlicher Hürden oder weil keine Apotheke am Urlaubsort ist, empfiehlt es sich definitiv, die Reiseapotheke für die Familie schon zuhause rechtzeitig in Ruhe herzurichten.
Das betrifft zum einen, einen genügend großen Vorrat an Dauermedikamenten, der für den gesamten Urlaub und ein paar Tage darüber hinaus reicht – für den Fall eines ungeplanten verlängerten Aufenthaltes – und zum anderen eine vernünftige Zusammenstellung an Arzneimitteln für die häufigsten Beschwerden – dies geschieht am besten anhand einer Checkliste aus der Apotheke.
Was sind die häufigsten Beschwerden, mit denen man im Urlaub rechnen muss?
Zu den häufigsten Beschwerden zählen sicherlich Schmerzen in den unterschiedlichsten Körperregionen wie z.B. Zahn-, Kopf- oder Gliederschmerzen, Fieber, Reiseübelkeit, aber auch lästige Magen-Darmbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen und vieles mehr können das Urlaubsvergnügen ganz schön stören.
Vom Schnupfen bis zum Hautausschlag
Nicht zu vergessen die klassischen Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen Heiserkeit und Halsschmerzen – oft auch ausgelöst durch eine zu kalte Klimaanlage – juckende Hautausschläge und natürlich kleinere Wunden, die mit einem passenden Desinfektionsmittel und Verbandszeug gut selber versorgt werden können – für all diese Notfälle sollte man gut gerüstet sein.
Bei Reisen mit Kindern braucht es Medikamente in einer kindgerechten Darreichungsform – also Saft oder Zäpfchen statt Tabletten, kindgerechten Insekten- und Sonnenschutz sowie Präparate gegen Durchfall und Erbrechen, die altersentsprechend verwendet werden können. Für kleine Wasserratten sind Ohrentropfen ein Muss in der Reiseapotheke, um Entzündungen und damit verbundene Schmerzen des äußeren Gehörganges nach dem Schwimmen zu verhindern.
Bestätigung für Dauermedikamente in englischer Sprache
Bei Dauermedikamenten oder sehr stark wirksamen Arzneimitteln sollte eine ärztliche Bestätigung, am besten auch in englischer Sprache mitgeführt werden, um Missverständnissen bei der Ein- und Ausreise vorzubeugen. Manche Medikamente wie z.B. Schilddrüsenhormone müssen immer zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden, da macht es Sinn, bei unterschiedlichen Zeitzonen im Vorhinein in der Apotheke die richtige Einnahmezeit zu besprechen.
Ebenso sollte zeitgerecht – mindestens vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt eine Kontrolle des Impfstatus erfolgen, um fehlende Reiseimpfungen noch zeitgerecht durchführen lassen zu können.
Auf Lagerungstemperaturen im Urlaubsland achten
Arzneimittel werden idealerweise mit dem Beipacktext in der Originalverpackung mitgeführt, bei Flugreisen sind die wichtigsten Medikamente und solche für die Dauereinnahme im Handgepäck mitzunehmen. Und in heißen Urlaubsländern muss unbedingt auf die Lagerungstemperaturen geachtet werden, dann steht einem ungetrübten Urlaubsvergnügen nichts mehr im Weg.
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Am 10. Juni 2026 sprach Mag.a Dr.in Angelika Borger aus Wiener Neustadt über "Hautprobleme bei Krebstherapien"
Im Zuge onkologischer Behandlungen werden betroffene Patienten immer wieder mit lästigen Hautproblemen konfrontiert.
Wie kommt dies zustande?
Bei der Chemotherapie wird die Zellteilung der Zellen verlangsamt. Das betrifft leider auch gesunde Zellen der Haut oder Haare. Trockene Haut, Entzündungen und Juckreiz sind die Folge. Bei der Strahlentherapie wiederum werden durch die Strahlenbehandlung die Hautzellen an der Oberfläche in Mitleidenschaft gezogen. Die Haut wird an ihrer Oberfläche zerstört, Wunden entstehen, Hautrötungen können auftreten. Bei der sogenannten Immuntherapie werden Arzneimittel eingesetzt, die das Immunsystem in seinem Kampf gegen die Krebszelle unterstützen und auch diese Therapie greift meist die Schutzfunktion der Haut an.
Mit welchen Hautveränderungen ist zu rechnen?
Eine Veränderung zu einer trockenen, rissigen, schuppenden und damit juckenden Haut betrifft nahezu den gesamten Körper. Die Haut im Gesicht wird dadurch sehr empfindlich, ebenso die Augenpartie. Betroffene haben sehr oft eingerissene Mundwinkel und die gesamte Körperhaut ist trocken, juckend und oft gerötet.
Wie kann geholfen werden?
Ich empfehle zu Produkten zu greifen, die frei von Alkohol und Duftstoffen sind, um eine weitere Austrocknung und Reizung der Haut zu verhindern. Thermalwassersprays, reich an Mineralien, wirken beruhigend, reizlindernd, kühlend und pflegend und eigenen sich ideal für eine Linderung zwischendurch. Ganz wichtig ist in einem ersten Schritt die Haut sanft und mild zu reinigen und dann zu Pflegeprodukten zu greifen, die die Hautbarriere wieder herstellen bzw. aufrechterhalten. Hinsichtlich der Reinigung empfehle ich PH-neutrale Produkte zu verwenden.
Sollte man bei den Pflegeprodukten auf bestimmte Inhaltsstoffe achten?
Glycerin zieht einerseits Feuchtigkeit in die Haut und hält sie andererseits in der Haut und lässt sie quasi nicht mehr los - somit ideal für eine trockene und empfindliche Gesichtshaut. Natürlich dürfen wir nicht den natürlichen Feuchthaltefaktor der Haut, die Hyaluronsäure, vergessen und last but not least sind Ceramide sehr zu empfehlen. Dabei handelt es sich um Lipide für unsere Hautbarriere.
Wie sieht es mit der Pflege der Körperhaut aus?
Hier sollten wir an Inhaltsstoffe wie Urea, Sheabutter, Nachtkerzenöl oder das Niacinamid denken. Bei Niacinamid handelt es sich um Vitamin B3, das Zellschäden verhindert, die Hautbarriere stärkt und die Feuchtigkeitsspeicherung verbessert. Rückfettende Produkte wirken wie eine Aufbaukur für die aus dem Gleichgewicht geratene Haut und wirken regenerierend, feuchtigkeitsspendend und geben der Haut das zurück, was ihr fehlt. Ganz besonders wichtig ist sowohl für den Körper als auch das Gesicht ein entsprechender Sonnenschutz, gilt es doch die durch die Krebsbehandlung empfindliche Haut optimal vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Ich rate dringend zu Produkten mit einem Lichtschutzfaktor 50. Leichte Texturen wie Fluids werden als sehr angenehm empfunden, für den Körper rate ich zu extra wasserfesten Produkten zu greifen, um einen verlässlichen Schutz zu ermöglichen, vor allem auch dann, wenn man leicht schwitzt.
Was tun bei eingerissenen Mundwinkeln und brüchigen Nägeln?
Hier sollte auf Produkte zurückgegriffen werden, die Vitamin A und E enthalten. Honig wirkt antibakteriell und Dexpanthenol hat wundheilungsfördernde Eigenschaften. Man sollte diese Produkte vor allem am Abend vor dem Schlafen dick aufgetragen, damit es gut einziehen kann und am nächsten Morgen nicht bei der ersten Mimikbewegung alles erneut aufreißt. Bei brüchigen Fingernägeln kann man an die Einnahme von Zink und Biotin denken. Nagellacke mit pflegenden und stärkenden Komponenten wie zum Beispiel Silizium wirken weiters unterstützend.
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Am 03. Juni 2026 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner aus Pernitz über "Gedächtnis und Konzentration"
Wer kennt das nicht? Man geht in einen Raum und weiß plötzlich nicht mehr, warum man eigentlich dort hingegangen ist. Oder man sucht den Autoschlüssel und findet ihn schließlich im Kühlschrank. Solche kleinen Gedächtnislücken sind meist ganz normal und gehören zum Alltag.
Unser Gedächtnis verändert sich im Laufe des Lebens. Häufig spielen auch Stress, Schlafmangel, zu wenig Bewegung oder eine unausgewogene Ernährung eine Rolle. Die gute Nachricht: Man kann selbst einiges tun, um die geistige Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.
Ein wichtiger Baustein ist regelmäßige Bewegung. Schon tägliche Spaziergänge fördern die Durchblutung des Gehirns. Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf, soziale Kontakte und geistige Herausforderungen wie Lesen, Rätseln oder das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Neben einem gesunden Lebensstil interessieren sich viele Menschen für natürliche Unterstützung aus der Apotheke.
Ein Klassiker ist Ginkgo. Die Blätter des Ginkgobaums werden seit vielen Jahrhunderten verwendet. Ginkgo kann die Durchblutung fördern und wird vor allem bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit und Konzentrationsproblemen eingesetzt. Wichtig ist dabei eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen, um eine optimale Wirkung zu erzeugen.
Ebenfalls bekannt ist Ginseng. Diese Heilpflanze stammt ursprünglich aus Asien. Ginseng wird traditionell zur Unterstützung von Leistungsfähigkeit, Konzentration und Widerstandskraft verwendet. Viele Menschen berichten, dass sie sich geistig wacher und belastbarer fühlen.
Ein weiterer interessanter Naturstoff ist Kurkuma beziehungsweise der darin enthaltene natürliche Pflanzenstoff Curcumin. Kurkuma ist vor allem als Gewürz bekannt. In den letzten Jahren hat es aber auch wegen möglicher positiver Auswirkungen auf Gehirn und Gedächtnis viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Forschung beschäftigt sich intensiv damit, wie Curcumin die Gesundheit von Nervenzellen unterstützen könnte.
Auch Lecithin wird häufig mit Gedächtnis und Konzentration in Verbindung gebracht. Lecithin enthält Bausteine, die für die Zellmembranen unseres Körpers wichtig sind – auch für jene im Gehirn. Lecithin ist ein optimaler Energielieferant, stärkt unser Immunsystem, steigert die geistige Leistung und kann erhöhte Cholesterinwerte positiv beeinflussen.
Nicht vergessen sollte man die Vitamine der B-Gruppe. Vor allem Vitamin B1, B6, B12 und Folsäure spielen eine wichtige Rolle für Nerven und Gehirn. Ein Mangel kann sich unter anderem durch Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit oder Vergesslichkeit bemerkbar machen. Gerade bei älteren Menschen kommt ein Vitamin-B12-Mangel häufiger vor, weshalb eine Abklärung sinnvoll sein kann.
Daneben gibt es noch weitere interessante Nährstoffe. Dazu zählen die Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fettem Seefisch vorkommen. Sie sind wichtige Bestandteile der Nervenzellen und werden oft als „Nahrung fürs Gehirn“ bezeichnet.
Auch der Mineralstoff Magnesium verdient eine Erwähnung. Es unterstützt unsere Muskulatur und trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Wer ständig unter Stress steht, hat häufig einen erhöhten Bedarf.
Wenn Vergesslichkeit deutlich zunimmt, wichtige Termine ständig vergessen werden oder alltägliche Tätigkeiten zunehmend schwerfallen, sollte man das ärztlich abklären lassen. Oft steckt etwas Behandelbares dahinter – zum Beispiel ein Vitaminmangel, Nebenwirkungen von Medikamenten oder andere gesundheitliche Ursachen.
Die beste Kombination für ein gutes Gedächtnis besteht aus Bewegung, einem guten Schlaf, gesunder Ernährung, geistiger Aktivität mit zB Kartenspielen, Sudokus und Kreuzworträtseln und einer gezielten Unterstützung mit bewährten Wirkstoffen wie Ginkgo, Ginseng, Kurkuma, Lecithin oder B-Vitaminen.
Bleiben Sie gesund und geistig aktiv!
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Bei Bedarf fragen Sie in Ihrer Apotheke nach weiteren Informationen.
