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Unsere Apothekerinnen im Radio NÖ

„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Vormittag Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke St.Pölten, koordiniert. 

Radiobeiträge können Sie bei uns in der Apotheke auch ausgedruckt zum Nachlesen bekommen!

Am 03. Juni 2026 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner aus Pernitz über "Gedächtnis und Konzentration"

Wer kennt das nicht? Man geht in einen Raum und weiß plötzlich nicht mehr, warum man eigentlich dort hingegangen ist. Oder man sucht den Autoschlüssel und findet ihn schließlich im Kühlschrank. Solche kleinen Gedächtnislücken sind meist ganz normal und gehören zum Alltag.

Unser Gedächtnis verändert sich im Laufe des Lebens. Häufig spielen auch Stress, Schlafmangel, zu wenig Bewegung oder eine unausgewogene Ernährung eine Rolle. Die gute Nachricht: Man kann selbst einiges tun, um die geistige Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Ein wichtiger Baustein ist regelmäßige Bewegung. Schon tägliche Spaziergänge fördern die Durchblutung des Gehirns. Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf, soziale Kontakte und geistige Herausforderungen wie Lesen, Rätseln oder das Erlernen neuer Fähigkeiten. 

Neben einem gesunden Lebensstil interessieren sich viele Menschen für natürliche Unterstützung aus der Apotheke.

Ein Klassiker ist Ginkgo. Die Blätter des Ginkgobaums werden seit vielen Jahrhunderten verwendet. Ginkgo kann die Durchblutung fördern und wird vor allem bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit und Konzentrationsproblemen eingesetzt. Wichtig ist dabei eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen, um eine optimale Wirkung zu erzeugen.

Ebenfalls bekannt ist Ginseng. Diese Heilpflanze stammt ursprünglich aus Asien. Ginseng wird traditionell zur Unterstützung von Leistungsfähigkeit, Konzentration und Widerstandskraft verwendet. Viele Menschen berichten, dass sie sich geistig wacher und belastbarer fühlen.

Ein weiterer interessanter Naturstoff ist Kurkuma beziehungsweise der darin enthaltene natürliche Pflanzenstoff Curcumin. Kurkuma ist vor allem als Gewürz bekannt. In den letzten Jahren hat es aber auch wegen möglicher positiver Auswirkungen auf Gehirn und Gedächtnis viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Forschung beschäftigt sich intensiv damit, wie Curcumin die Gesundheit von Nervenzellen unterstützen könnte.

Auch Lecithin wird häufig mit Gedächtnis und Konzentration in Verbindung gebracht. Lecithin enthält Bausteine, die für die Zellmembranen unseres Körpers wichtig sind – auch für jene im Gehirn. Lecithin ist ein optimaler Energielieferant, stärkt unser Immunsystem, steigert die geistige Leistung und kann erhöhte Cholesterinwerte positiv beeinflussen.

Nicht vergessen sollte man die Vitamine der B-Gruppe. Vor allem Vitamin B1, B6, B12 und Folsäure spielen eine wichtige Rolle für Nerven und Gehirn. Ein Mangel kann sich unter anderem durch Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit oder Vergesslichkeit bemerkbar machen. Gerade bei älteren Menschen kommt ein Vitamin-B12-Mangel häufiger vor, weshalb eine Abklärung sinnvoll sein kann.

Daneben gibt es noch weitere interessante Nährstoffe. Dazu zählen die Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fettem Seefisch vorkommen. Sie sind wichtige Bestandteile der Nervenzellen und werden oft als „Nahrung fürs Gehirn“ bezeichnet.

Auch der Mineralstoff Magnesium verdient eine Erwähnung. Es unterstützt unsere Muskulatur und trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Wer ständig unter Stress steht, hat häufig einen erhöhten Bedarf.

Wenn Vergesslichkeit deutlich zunimmt, wichtige Termine ständig vergessen werden oder alltägliche Tätigkeiten zunehmend schwerfallen, sollte man das ärztlich abklären lassen. Oft steckt etwas Behandelbares dahinter – zum Beispiel ein Vitaminmangel, Nebenwirkungen von Medikamenten oder andere gesundheitliche Ursachen.

Die beste Kombination für ein gutes Gedächtnis besteht aus Bewegung, einem guten Schlaf, gesunder Ernährung, geistiger Aktivität mit zB Kartenspielen, Sudokus und Kreuzworträtseln und einer gezielten Unterstützung mit bewährten Wirkstoffen wie Ginkgo, Ginseng, Kurkuma, Lecithin oder B-Vitaminen.

Bleiben Sie gesund und geistig aktiv!

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Am 27. Mai 2026 sprach Mag. pharm. Michaela Kittinger-Zöchling von der Hippolyt-Apotheke in St.Pölten über "Osteoporose"

Osteoporose, auch Knochenschwund (wörtlich eigentlich „Knochenloch“) genannt, ist eine Erkrankung des Skelettes, bei der die Knochen porös und instabil werden, also die Knochendichte abnimmt. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche. Die stille Volkskrankheit betrifft besonders häufig Frauen nach den Wechseljahren, da hier das schützende Östrogen weniger wird. Zudem haben Frauen von Natur aus etwa ein Drittel weniger Knochenmasse als Männer. Wie bei fast allen Erkrankungen ist die Osteoporose gut behandelbar. Je früher die Diagnose gestellt und ein Knochenschwund erkannt wird, desto besser lassen sich Knochenbrüche verhindern.

 

Was passiert bei Osteoporose mit den Knochen?

Das menschliche Skelett befindet sich in einem ständigen Auf- und Abbau. Bis zum 30. bis 40. Lebensjahr überwiegt der Aufbau, danach nimmt die Knochenmasse natürlicherweise ab (etwa 1% pro Jahr). Bei der Osteoporose verläuft dieser Abbau jedoch beschleunigt, und die innere Struktur der Knochen verändert sich. Die Knochenbälkchen lichten sich, es entstehen größere „Löcher“ im Knochen, wodurch die Stabilität massiv abnimmt.

Der Knochen ist eine Dauerbaustelle: der Auf- und Abbau dient auch dazu, den Kalziumhaushalt stabil zu halten. Aber auch kleine Verletzungen führen zu einem unmerkbaren, aber dauernden Verschleiß. Der Körper muss deshalb ständig bemüht sein, die schadhafte Zwischensubstanz durch neues, gesundes Material zu ersetzen.

 

Gibt es Warnsignale?

Ein Knochenschwund verläuft in der Regel unbemerkt. Typische Anzeichen gibt es nicht. Meist ist der erste Knochenbruch auch das erste Signal. Bestimmte Erkrankungen, wie rheumatoide Arthritiis, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Hormonstörungen sind Risikofaktoren für erhöhtes Auftreten einer Osteoporose. Zigaretten- und Alkoholkonsum erhöhen ebenso wie kalziumarme Ernährung, wenig Bewegung und einige Medikamente (wie Kortison als Dauereinnahme) die Wahrscheinlichkeit für Osteoporose und dadurch bedingte Knochenbrüche.

Wie wird therapiert?

Bei beginnender Osteoporose können nicht medikamentöse Maßnahmen sehr gut helfen, den Knochenstoffwechsel zu verbessern. Außerdem sind sie die Basis der Osteoporose-Therapie.

Ausreichend Bewegung und sportliche Betätigung kann die Knochendichte verbessern, da es die Durchblutung anregt und den Knochenaufbau stimuliert. Eine gezielte Kräftigung der Muskulatur hält die Knochen zudem stabil. Außerdem wird durch Bewegung die Balance verbessert, womit das Sturz- und damit das Frakturrisiko erheblich verringert wird.

Kalziumreiche Ernährung und gegeben falls die Ergänzung von Kalzium als Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein.

Warum Sonnenlicht und Bewegung draußen bei Osteoporose?

Eine häufige Ursache für Osteoporose ist ein Vitamin D Mangel. Daher ist es wichtig, den Vitamin D Spiegel einmal im Jahr im Blut zu kontrollieren. Dies kann beim Arzt oder in der Apotheke erfolgen und danach kann eine allfällige Ergänzung mit Vitamin D  genau dosiert werden. Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium ausreichend aufgenommen wird und für den Knochen zur Verfügung steht. Zudem fördert Vitamin D auch den Einbau von Kalzium und Phosphat in den Knochen und macht ihn damit fest und stabil. Bei einem schweren Vitamin D Mangel kann es sogar zu einem zusätzlichen Abbau der Knochen kommen.

 

Soll man auch Vitamin K nehmen?

Vitamin K (vor allem K2) ist für den Kalziumstoffwechsel wichtig. Es aktiviert ein Protein (Osteocalcin), dass Kalzium in die Knochen einbaut. Zudem verhindert Vitamin K, dass sich Kalzium an den Blutgefäßen einlagert, sondern an die richtigen Stellen (Knochen) im Körper kommt.

Auch Magnesium spielt eine untergeordnete Rolle, denn Magnesium kann den Auf- und Abbau des Knochens mitbestimmen.

 

Eierschalen für den Knochenaufbau?

Genauer gesagt in der Eierschalenmembran, das ist das dünne Häutchen zwischen Ei und Eierschale, sind zahlreiche Verbindungen enthalten, wie sie auch in unseren Knochen vorkommen: Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Dafür ist es wichtig zu wissen, dass der Knochen fast zur Hälfte aus sogenannten „vernetzenden“ Bestandteilen besteht, die mit dem Kalzium verbunden sind und dadurch erst die Festigkeit ermöglichen. Und diese vernetzenden Bestandteile finden sich neben dem Knochen auch in der Membran der Eierschale. Interessant ist, dass dieses dünne Häutchen innerhalb nur eines Tages zu einer harten, schützenden Schale werden kann und dafür sind diese unterschiedlichen, vernetzenden Inhaltsstoffe verantwortlich.

 

Medikamentöse Therapie

Ärztin oder Arzt entscheidet, ob zu den bisher genannten Maßnahmen auch eine medikamentöse Therapie stattfinden soll. Hier gibt es kurz gesagt zwei Prinzipien: man kann den Knochenabbau bremsen (sogenannte antiresorptive Wirkstoffe) oder den Knochenaufbau fördern (mit osteoanabolen Wirkstoffen).

Die Therapien können unterschiedlich ablaufen und in verschiedenen Formen gegeben werden: als Tabletten täglich oder einmal wöchentlich, aber auch als Infusion alle 3 Monate oder als Spritze alle 6 Monate. Auch eine tägliche subkutane Injektion gibt es als Therapie. Der Arzt entscheidet je nach Schweregrad und Lebensumstände, welche Therapie zum Einsatz kommt.

Ernährung gegen Osteoporose

Ein langes, aktives Leben mit starken Knochen beginnt mit der richtigen Vorsorge, denn frühzeitige Maßnahmen lassen den Knochenabbau deutlich verlangsamen. Sport an der frischen Luft fördert den Knochenaufbau und verbessert den Vitamin D Status.

Viel Kalzium in der Ernährung: Milchprodukte, Grünkohl (enthält auch Vitamin K), Mandeln.

Fetter Fisch und gute Öle enthalten Omega 3 FS und Beeren und Nüsse enthalten wertvolle Antioxidantien: beide sind wichtig, um entzündliche Prozesse zu stoppen, die den Knochenschwund beschleunigen.

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Am 20. Mai 2026 sprach Mag. pharm. Gilbert Zinsler aus Horn über "Das Pickerl für den Mann"

Ein Thema, das viele Männer gerne aufschieben ist die Gesundheitsvorsorge. Männer sind meist Vorsorge-Muffel und nehmen entsprechende Untersuchungen seltener als Frauen war. Unter dem Motto „Das Pickerl für den Mann“ geht es darum, regelmäßig einen Gesundheitscheck zu machen – ähnlich wie das Pickerl beim Auto.

Wie kommen Sie zum Thema „Pickerl für den Mann“?

Der Begriff ist bewusst gewählt: So wie jedes Auto regelmäßig überprüft wird und zum „Pickerl“ muss, sollte auch der eigene Körper in gewissen Abständen kontrolliert werden. Viele Männer kümmern sich erst dann um ihre Gesundheit, wenn Beschwerden auftreten. Vorsorge bedeutet aber, Risiken frühzeitig zu erkennen – bevor Krankheiten entstehen oder sich verschlimmern. Ein großes Thema sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Diabetes entwickeln sich oft ohne spürbare Beschwerden. Männer gehen häufig erst dann zum Arzt, wenn Symptome auftreten – etwa Atemnot, Schmerzen oder starke Erschöpfung. Dabei könnten regelmäßige Kontrollen viel früher Hinweise geben.

Welche Untersuchungen sind besonders für Männer wichtig?

Ein wichtiger Bereich ist die Vorsorge bei Prostataerkrankungen. Mit zunehmendem Alter kann die Prostata Beschwerden verursachen, zum Beispiel häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder einen schwächeren Harnstrahl. Viele Männer sprechen darüber ungern, dabei ist die Früherkennung hier besonders wichtig: Schon ab dem 45. Lebensjahr!

Auch Darmkrebsvorsorge ist für Männer besonders wichtig, weil sie statistisch häufiger früher betroffen sind:

Eine Koloskopie (Darmspiegelung) sollte ab dem 50 Geburtstag alle 10 Jahre. Einen Selbsttest auf verborgenes Blut im Stuhl kann man auch in der Apotheke bekommen.

Oft unterschätzt und vergessen von Männern wird auch der Haut-Check und die Muttermal-Kontrolle von Männern. Dies ist besonders wichtig, bei Berufen, wo man sich viel in der Sonne aufhält.

Was kann die Apotheke zur Männer-Vorsorge beitragen?

Die Apotheke ist oft ein unkomplizierter erster Ansprechpartner. Viele Männer kommen wegen einer Kleinigkeit zu uns in die Apotheke und nutzen dann die Gelegenheit, Fragen zu Blutdruck, Gewicht, Raucherentwöhnung oder Nahrungsergänzung zu stellen. Wir beraten zu wichtigen Vorsorgethemen und können teilweise auch Test anbieten wie z.B.:

  • Blutdruckkontrolle

  • Blutzucker- und Diabetes-Risiko

  • Cholesterin und Herzgesundheit

  • Prostata und Harnwege

  • Darmgesundheit

  • Immunsystem und Vitamin D

  • Stress und Schlaf

Außerdem können wir aufklären, welche Untersuchungen in welchem Alter sinnvoll sind.

Allgemein gilt: Nicht warten, bis etwas weh tut. Ein kurzer Check kann viel bewirken. Die Apotheke ist ein guter erster Schritt: unkompliziert, persönlich und ohne lange Wartezeiten. Wer seine Gesundheit regelmäßig überprüft, investiert in Lebensqualität und kann viele Erkrankungen früh erkennen.

Welche Produkte oder Maßnahmen aus der Apotheke können vorbeugend sinnvoll sein?

Das hängt natürlich individuell ab. Häufig gefragt sind Präparate zur Unterstützung des Herzens etwa mit Vitaminen, Mineralstoffen, und Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und Magnesium oder pflanzlichen Inhaltsstoffen, wie Sägepalme, Kürbiskernextrakt, oder Brennnesselwurzel für die Prostata.

Wichtig ist aber: Nahrungsergänzung ersetzt keine Vorsorgeuntersuchung. Sie kann unterstützen, aber nicht diagnostizieren. Der erste Schritt bleibt immer die regelmäßige Kontrolle der Gesundheitswerte. Das gilt auch für jüngere Männer, denn Gesundheit ist keine Frage des Alters. Wer früh auf sich achtet, lebt meist länger und vor allem besser.

Das „Pickerl für den Mann“ sollte so selbstverständlich sein wie der Service beim Auto.

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Am 13. Mai 2026 sprach Mag. pharm. Andreas Gentzsch aus St.Pölten über "Abnehmen"

Es kommt vor, dass man sich im Spiegel nicht mehr so gefällt. Schnell ist der Entschluss zum Abnehmen gefallen, jedoch gibt es einiges zu beachten, damit das gewünschte Ergebnis auch dauerhaft bleibt.

Das Wichtigste ist eine Verhaltensänderung, vor allem in der Ernährung. Dabei gilt es grundsätzlich, sich die „kleinen“ Sünden bewusst zu machen und diese zu meiden. Ohne ein Defizit in der Kalorienzufuhr findet kein Abnehmen statt.

Ziel ist es, 300 bis 700 Kalorien unter dem täglichen Gesamtbedarf zu bleiben, wenngleich dieser sehr unterschiedlich sein kann und auch von der täglichen Bewegung abhängt. Optimal ist es, weniger Kalorien zuzuführen und gleichzeitig die Bewegung, am besten durch regelmäßigen Sport, zu erhöhen.

Das ist insofern bedeutend, als dass der Körper die fehlende Energie viel einfacher aus Muskelgewebe ergänzt als aus dem Fettgewebe. Bei einer Diät ohne Sport kann es daher leicht zu einem unerwünschten Verlust von Muskelmasse kommen.
Daher: Treppen steigen statt Aufzug, und Fahrrad und zu Fuß statt Auto.

 

Ernährungstaktik

Der Protein-Trick: Die gezielte Zufuhr von Proteinen ist eine hervorragende Hilfe bei einer Diät, da sie schnell ein Sättigungsgefühl erzeugen. Eine kleine Portion Eiweiß ca. 20 Minuten vor einer kohlehydratreichen Mahlzeit sättigt und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Damit kann eine längere Sättigung erzielt und eine weitere Kalorienaufnahme vermieden werden.

Wichtige Quellen: Magertopfen, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen) und helles Fleisch

Ballaststoffe: Sorgen für langanhaltende Sättigung und eine gesunde Darmflora. Setzen Sie auf Gemüse, Salate und Vollkornprodukte.

Trinken statt Essen: Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich. Dabei ist es besonders effizient, vor jedem Essen ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken, da es ein Sättigungsgefühl hervorruft und das Hungergefühl dämpft.

 

Zusätzlich Unterstützung sind Nahrungsergänzungsmittel, die unterschiedlich eingesetzt werden können:

1. Sättigungsförderer & Ballaststoffe: Diese Mittel helfen dabei, den Hunger zu dämpfen und Heißhungerattacken zu vermeiden. Bei dieser Stoffklasse ist es unbedingt notwendig, 1-2 große Gläser Wasser zu trinken, da dies zur Quellung der Substanzen notwendig ist.

Glucomannan (Konjak-Wurzel): Es bindet enorme Mengen Wasser und bildet im Magen ein sättigendes Gel.

Flohsamenschalen (Psyllium): Wirken ähnlich wie Glucomannan durch Quellung.

Sie regulieren zusätzlich die Verdauung und stabilisieren den Blutzuckerspiegel, was Heißhunger auf Süßes mindert.

 

2. Stoffwechsel-Aktivierer (Thermogenese): Diese Substanzen können den Grundumsatz leicht erhöhen, wirken aber nur bei gleichzeitigem Kaloriendefizit.

Grüntee-Extrakt (EGCG): Die enthaltenen Katechine kurbeln die Fettverbrennung (Lipolyse) leicht an und den steigern gleichzeitig den Kalorienverbrauch.

L-Carnitin: Transportiert Fettsäuren in die Mitochondrien (die "Kraftwerke" der Zellen), wo sie verbrannt werden. Eine Ergänzung ist vor allem bei intensivem Training oder fleischloser Ernährung sinnvoll.

 

3. Eiweiß-, bzw. Proteinpräparate: Sind kein klassisches "Abnehm-Mittel", aber sehr sinnvoll zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels (s. der Protein-Trick) und wertvoll zur Erhaltung der Muskelmasse während der Diät.

Whey (Molke): Schnell verdaubar, ideal nach dem Sport.

Casein (Milcheiweiß): Verdaut sich sehr langsam (bis zu 8h) und ist daher perfekt als Abendmahlzeit gegen nächtlichen Hunger. Als Shake verabreicht kann es eine Mahlzeit ersetzen, oder einen plötzlichen Heißhunger während des Tages dämpfen.

 

4. Fettblocker: nutzen zum Beispiel Chitosan, einen Stoff, der aus Krebstierpanzer gewonnen wird. Diese Präparate werden zum Essen eingenommen und führen dazu, dass ein Teil der Fette nicht über die Verdauung aufgenommen wird. Fettblocker eignen sich besonders für Personen, die gerne fette Speisen essen.

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Am 06. Mai 2026 sprach Mag. pharm. Getrude Kölbl aus Wiener Neustadt über "Hyaluronsäure für die Hautpflege"

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker, der fast überall im menschlichen Körper  vorkommt. Größere Mengen davon finden sich in der Haut, im Knorpel, in den Knochen, Bandscheiben, in der Gelenksflüssigkeit und im Glaskörper des Auges. Die gelartige Substanz kann große Mengen Wasser binden. 1g Hyaluron kann bis zu 6l Wasser binden. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass die Hyaluronsäure essentiell für die Feuchtigkeitsversorgung und Elastizität  und Spannkraft der Haut ist.

 

Herstellung von Hyaluronsäure

Früher wurde Hyaluronsäure ausschließlich aus tierischen  Quellen (z.B. Hahnenkämmen)  mit Hilfe eines aufwendigen Verfahrens gewonnen. Mittlerweile gibt es biotechnologische Verfahren, die die Herstellung  von veganer Hyaluronsäure ermöglichen.

 

Hyaluronsäure ist nicht gleich Hyaluronsäure – es kommt auf die Größe an

Chemisch gesehen gibt es nicht nur eine Form von Hyaluronsäure. Man unterscheidet zwischen lang- und kurzkettigem Hyaluron. Die Moleküle der kurzkettigen Hyaluronsäure sind 40 – mal kleiner und können daher noch tiefer in die Epidermis eindringen. Sie sorgen im Zwischenzellraum für eine effektive Wasserbindung, sodass Fältchen und Falten von innen heraus aufgepolstert erscheinen. Langkettige Moleküle dringen weniger tief in die Haut ein und sorgen so für eine optimale Wasserbindung in den oberen Hautschichten. Die Haut wird befeuchtet und geglättet.

 

Straffe Haut statt Falten

Während unser Körper in jungen Jahren optimal mit aufpolsternder Hyaluronsäure versorgt ist, beginnt sich ab Mitte Zwanzig die körpereigene Hyaluronsäure-Produktion zu verlangsamen. Das ist auch stark von Faktoren wie Erbanlagen und dem eigenen Lebensstil abhängig. Hyaluronsäure ist eine universell wirksame Substanz, die zwischen den Geschlechtern keinerlei Unterschied macht. Mit der Zeit verliert das Bindegewebe an Spannkraft und Elastizität. Die Haut wird trockener und schlaffer. Ab dem 25.Lebensjahr kann man bereits mit einer vorbeugenden Antifaltenpflege mit Hyaluronsäure beginnen. Eine rechtzeitige Anwendung ist absolut empfehlenswert,  da mit 60 Jahren die Haut nur noch knapp 10% Hyaluronsäure enthält.

Worauf ist beim Produktkauf zu achten?

Hyaluronsäure wird äußerlich überwiegend in Seren, Cremen und Pflegelotionen verwendet. Seren können aufgrund ihrer leichten Textur kleinere Moleküle verwenden, die tiefer in die Haut eindringen können. Sie sind auch hochkonzentrierter als Cremen. Durch das Serum wird die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und Trockenheitsfältchen können gemindert werden. Es kann täglich oder nach Bedarf angewandt werden. Danach kann man die  gewohnte Tages- oder Nachtpflege auftragen, die idealerweise auch Hyaluronsäure enthält. Von großem Vorteil ist auch eine Kombination mit Vitamin E und C, die antioxidative Eigenschaften haben und dadurch die Hautregeneration unterstützen können.

Es wird eine Konzentration von 2% empfohlen um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Höhere Konzentrationen können auf der Haut unangenehm wirken und kleben.

Hyaluronsäure kann dem Körper auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln effektiv zugeführt werden.  Sie wirkt dann auch in den tieferen Hautschichten.  Der hautverjüngende Effekt wird bei der inneren Anwendung erst nach 4-8 Wochen erzielt.

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Am 29. April 2026 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner aus Pernitz über "Unterstützung der Darmflora"

Im menschlichen Darm leben Milliarden von Mikroorganismen. Diese sind nicht nur „Mitbewohner“, sondern übernehmen ganz zentrale Aufgaben: Sie unterstützen die Verdauung, produzieren Vitamine, trainieren unser Immunsystem und beeinflussen sogar unsere Stimmung. Eine gestörte Darmflora kann sich hingegen in Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Infektanfälligkeit oder unspezifischem Unwohlsein äußern.

Wie können wir unsere Darmflora gezielt unterstützen? 

1. Ballaststoffe – die Basis für eine gesunde Darmflora

Der wichtigste Ansatzpunkt ist die Ernährung, insbesondere die Zufuhr von Ballaststoffen, also unverdauliche Nahrungsbestandteile, die im Dickdarm von Bakterien fermentiert werden. Dabei entstehen sogenannte kurzkettige Fettsäuren.

Ein besonders gut verträglicher Ballaststoff sind Akazienfasern. Sie lösen sich gut in Wasser, sind geschmacksneutral und führen im Vergleich zu anderen Ballaststoffen seltener zu Blähungen. Auch klassische Ballaststoffquellen wie Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte tragen wesentlich zur Stabilisierung der Darmflora bei.

2. Inulin – gezielte Nahrung für „gute“ Darmbakterien

Ein spezieller Ballaststoff ist Inulin. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Präbiotikum, ein Stoff, der gezielt das Wachstum nützlicher Bakterien fördert – insbesondere von Bifidobakterien. Inulin kommt natürlicherweise zum Beispiel in Chicorée, Topinambur oder Zwiebeln vor. Als Nahrungsergänzung wird es häufig eingesetzt, um die Darmflora aufzubauen.

Wichtig ist jedoch: Die Dosierung sollte langsam gesteigert werden, da es sonst zu Blähungen kommen kann.

 

3. Probiotika – lebende Mikroorganismen

Neben Präbiotika gibt es auch Probiotika. Das sind lebende Mikroorganismen, die – in ausreichender Menge aufgenommen – einen gesundheitlichen Nutzen haben. Zu den wichtigsten gehören:

- Lactobacillen

- Bifidobakterien

Diese Bakterien können helfen, die Darmflora nach Antibiotikatherapien zu regenerieren, die Barrierefunktion des Darms zu stärken und das Immunsystem zu modulieren.

Nicht jedes Präparat ist jedoch gleich wirksam. Entscheidend sind:

- die genaue Bakterienstamm-Bezeichnung

- eine ausreichende Keimzahl

- und eine stabile Formulierung

4. Natriumbutyrat – Energie für die Darmschleimhaut

Ein besonders interessanter Stoff ist Natriumbutyrat, also das Salz der Buttersäure, die im Darm durch bakterielle Fermentation von Ballaststoffen entsteht. Es dient als wichtigste Energiequelle für die Zellen der Darmschleimhaut. Positive Effekte von Butyrat:

- Unterstützung der Darmbarriere - entzündungshemmende Wirkung

- mögliche Rolle bei Reizdarm und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die direkte Einnahme von Natriumbutyrat kann sinnvoll sein, insbesondere wenn die körpereigene Produktion gestört ist.

5. Glycin – unterschätzter Helfer

Auch die Aminosäure Glycin kann zur Darmgesundheit beitragen. Glycin wirkt:

- entzündungshemmend

- schützend auf die Darmschleimhaut

- unterstützend bei Regeneration und Entgiftung

 

Zwar ist Glycin kein klassisches „Darmflora-Supplement“, kann aber im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes sinnvoll sein.

 

Zusammenfassung

Die Unterstützung der Darmflora basiert auf mehreren Säulen:

 

1. Ballaststoffe als Grundlage

2. Präbiotika wie Inulin zur Förderung nützlicher Bakterien

3. Probiotika wie Lactobacillen und Bifidobakterien

4. Butyrat zur direkten Versorgung der Darmschleimhaut

5. Ergänzend Glycin zur Unterstützung der Regeneration

Wichtig ist: Eine gesunde Darmflora entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis einer langfristig ausgewogenen Ernährung und – bei Bedarf – gezielter Unterstützung.

Bei Beschwerden lohnt sich immer eine individuelle Beratung – am besten in Ihrer Apotheke.

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Am 22. April 2026 sprach Dr.in Angelika Borger aus Wiener Neustadt über "Mineralstoffe für Sportbegeisterte"

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen, viele Menschen widmen sich vermehrt der sportlichen Betätigung, vielleicht um den „Winterspeck", der sich in der kalten Jahreszeit angesetzt hat, wieder loszuwerden.

 

Wäre es in diesem Zusammenhang von Vorteil Mineralstoffe einzunehmen?

Bei den Mineralstoffen handelt es sich um Nährstoffe, die unser Körper selbst nicht herstellen kann, die jedoch ganz besonders wichtig für den Wasserhaushalt, für unsere Muskel – und Nervenfunktionen und auch für den Aufbau von Knochen sind und somit eine bedeutende Rolle in der Leistungsfähigkeit von SportlerInnen spielen.

Von welchen Stoffen sprechen wir hier?

SportlerInnen benötigen vor allem Magnesium, Eisen, Kalium und Kalzium. Ein Mangel kann zu verminderter Leistungsfähigkeit, Ermüdung, Muskelkrämpfen und ähnlichem führen. Magnesium spielt eine besonders wichtige Rolle für die Muskelfunktion und die Energiegewinnung. Muskelkrämpfe, Muskelschwäche oder Müdigkeit deuten meist auf einen Magnesiummangel hin. Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass wir uns nicht zu viel Magnesium zuführen können. Ein Überschuss wird von unserem Körper nicht gespeichert, sondern in Form von weichem Stuhl bis hin zu Durchfall ausgeschieden. Daher empfehle ich stets mit kleinen Mengen an Magnesiumzufuhr zu starten. So kann man sich gut an jene Menge Magnesium herantasten, die der Körper tatsächlich benötigt.

Meist wird Sportlern empfohlen Magnesium mit Kalium zu kombinieren. Warum ist das so?

Kalium spielt eine maßgebliche Rolle in der Reizweiterleitung in den Muskeln und Nerven, ebenso wie in der Muskel- und Herzkontraktion. Zu niedrige Kaliumwerte können zu Muskelschwäche führen oder auch mitverantwortlich für einen unregelmäßigen Herzschlag sein. Die meisten sportlichen Betätigungen sind mit Schwitzen verbunden und so verlieren SportlerInnen vermehrt Flüssigkeit und Elektrolyte. Kalium als Regulator des Wasser- und Elektrolythaushaltes sollte daher bei SportlerInnen stets substituiert werden.

Warum ist eine optimale Eisenversorgung bei SportlerInnen wichtig?

In unserem Blut ist das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport verantwortlich. Einer der Hauptbestandteile ist Eisen. Fehlt unserem Körper Eisen, wird der Körper nicht mit genügend Sauerstoff versorgt, den er jedoch für die Energiegewinnung benötigt. Chronische Müdigkeit, Blässe, Schwächegefühl, aber auch Haarausfall oder Risse in den Mundwinkeln und eine verminderte Leistungsfähigkeit können auf einen Eisenmangel hindeuten. Wenn der Arzt/die Ärztin Eisenpräparate verschreibt, sind diese morgens nüchtern einzunehmen. Bitte halten Sie Abstand zu ihrem morgendlichen Kaffee oder Tee. Wenn man Eisen nämlich mit diesen Nahrungsmitteln gemeinsam einnimmt, wird das Eisen nicht ausreichend vom Körper aufgenommen. Die Einnahme mit einem Glas Orangensaft verstärkt hingegen die Aufnahme dieses Mineralstoffes.

 

Warum spielt Kalzium eine wichtige Rolle bei sportbegeisterten Menschen?

Kalzium spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel, es stärkt die Knochen. Eine optimale Versorgung des Körpers mit Kalzium kann Ermüdungsbrüche bei SportlerInnen verhindern und ist auch bei Muskelkrämpfen unterstützend von Bedeutung.

Sollten wir auch an Vitamine und Spurenelemente denken?

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelfunktion und im Kalziumstoffwechsel, hilft es doch das Kalzium in den Knochen einzubauen. Die B-Vitamine wiederum wandeln diverse Nährstoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen, in Energie um und diese Energie kann beim Sport optimal genützt werden. Vitamin C und E unterstützen die Regenerationsphase nach dem Training. Das Spurenelement Chrom unterstützt im Kohlenhydratstoffwechsel die Aufnahme von Glucose und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Chronischer Chrommangel führt zu Müdigkeit, Leistungs- und Muskelschwäche. Symptome, die gerade bei Sportbegeisterten eher kontraproduktiv sind.

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Am 15. April 2026 sprach Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager aus Gmünd über "Woran erkenne ich ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel?"

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen liegen voll im Trend und sind heutzutage nicht nur in der Apotheke, sondern auch in Drogerien, Supermärkten oder online erhältlich. Diese erhöhte Nachfrage ergibt sich daraus, dass mittlerweile unser Bedarf an Mikronährstoffen auch bei einer ausgewogenen Ernährung mit unseren erhältlichen Nahrungsmitteln nicht immer sichergestellt werden kann und sie daher auf immer industriellere Weise hergestellt werden.

Dieses übergroße Angebot und – gerade im Internet – oftmals absurde Heilversprechen und auch die großen Preisunterschiede werfen die Frage auf, welche Produkte überhaupt über die gebotene Qualität verfügen, um eine Wirkung entfalten zu können?

Diese Qualitätsunterschiede können jedoch nur am Produkt selbst bewertet werden. Dazu braucht es fundiertes Wissen und eine gute Beratung bei der Abgabe in der Apotheke - auch über die Art und Weise sowie die Dauer der Einnahme und die richtige Dosierung.

Was zeichnet ein hochwertiges Präparat aus?

Die beste Basis für ein hochwertiges Präparat ist Qualität – man spricht auch gerne vom 5 Säulen-Qualitätsprinzip:

  1. Das beginnt bei den Rohstoffen, die ich zur Herstellung brauche – vor allem bei Pflanzen gibt es große Qualitätsunterschiede.

  2. Dann sinnvolle und korrekte Dosierung – ein hochwertiges Präparat ist weder unter- noch überdosiert.

  3. Sinnvolle Kombination der Wirkstoffe, die alle auf das gewünschte Anwendungsgebiet wirken und sich in ihrer Wirkung ergänzen und im besten Fall auch verstärken.

  4. Art und Weise der Herstellung und Mischung der Wirk- und Hilfsstoffe, um eine bestmögliche Wirkung und Verträglichkeit zu garantieren. Die richtige Galenik – wie der Fachausdruck dafür heißt – stellt auch die Stabilität und Haltbarkeit eines Produktes sicher.

  5. Und nicht zuletzt gibt es vorzugsweise in Europa strenge Herstellungsregeln – GMP genannt – die für Arzneimittel verpflichtend und für Nahrungsergänzungsmittel freiwillig gelten, sie garantieren eine laufende Überprüfung des Herstellungsprozesses.

Woran kann ich als Kundin oder Kunde ein gutes Nahrungsergänzungsmittel erkennen?

  • Kennzeichnung: Die wirksamen Inhaltsstoffe sollten mit genauen Mengen pro empfohlener Tagesdosis angegeben sein, auch die Form, in der der Nährstoff vorliegt, z.B. nicht nur Eisen, sondern Eisencitrat. Sammelbegriffe wie „beruhigende Pflanzenmischung“ ohne Beschreibung der Einzelbestandteile sind kritisch zu betrachten. Auch die Angabe aller Hilfs-, Farb- und Süßstoffe sollte klar verständlich sein.

  • Aussagen wie „heilt“ oder „verhindert Krankheiten“ sind bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht erlaubt.

  • Kontaktdaten des Herstellers, Herkunft des Produktes sowie Angaben über Mindesthaltbarkeitsdatum sowie eine sogenannte Chargenbezeichnung zeichnen gute Produkte aus, ebenso wie Hinweise auf eine geprüfte Qualität.

Was trägt die Apotheke zur Qualitätssicherung bei?

Nahrungsergänzungen ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Daher hinterfragen wir ApothekerInnen im Beratungsgespräch zum einen, ob eine Einnahme zwingend erforderlich ist, z.B. bei einem bestehenden Mangel, Einnahme von Arzneimitteln, die einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen bewirken oder spezielle Lebensphasen – und achten ganz gezielt auf Wechselwirkungen, eine sinnvolle Einnahmedauer und Gesamtdosis der einzelnen Mikronährstoffe.

Mit dieser Beratung leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Patientensicherheit, da durch die pharmazeutische Begleitung das Risiko einer unkritischen, zu langfristigen oder zu hochdosierten und damit unkontrollierten Einnahme wesentlich verringert wird.

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Am 08. April 2026 sprach Mag. pharm. Ulrike Zöchling von der Hippolyt-Apotheke St.Pölten über  "Allergien und Tragant"

Die Pollensaison ist bereits voll im Gange. Der Grund, warum Pollen manchmal schon etwas früher fliegen, liegt im Jahr zuvor: sind die Sommer trocken, dann bilden die Bäume aus Überlebensdrang ihre Pollen im Jahr darauf  früher aus. Mit dem ersten trockenen sonnigen Wetter beginnt dann die Allergiesaison. Gräser- und Kräuterpollen folgen ab Mai und werden bis Oktober die Lebensqualität von fast zwei Millionen Allergiegeplagten in Österreich wieder stark einschränken.

 

Was passiert bei einer Allergie/Heuschnupfen?

Manchmal schätzt unser Körper einen harmlosen Stoff aus der Umgebung, z.B. Pollen, falsch ein: Eine unangemessen starke Abwehrreaktion ist die Folge. Diese Überempfindlichkeitsreaktion nennt man Allergie. Bei Heuschnupfen bekämpft das Immunsystem die an sich harmlosen Pollen und löst damit eine Ausschüttung von Histamin aus, die zu den unangenehmen Allergiesymptomen führt.

Welche Symptome merkt man bei Heuschnupfen und was tut man dagegen?

Bereits seit einigen Wochen merken viele AllergikerInnen bereits die Symptome: juckende Augen und eine rinnende Nase. Zur Linderung der Allergieerscheinungen werden Augentropfen und Nasensprays mit antiallergischer Wirkung eingesetzt. Aber auch Antihistaminika, antiallergische Tabletten, werden gerne eingesetzt. Nebenwirkung ist leider oft Müdigkeit. Außerdem lindern diese Mittel nur die Symptome. Eine Sensibilisierung kann ärztlich erfolgen: hier wird ein bis drei Winter lang die allergieauslösende Substanz wie Pollen oder Tierhaare in niedriger Dosierung gegeben, mit der Hoffnung, der Körper gewöhnt sich daran.

Es gibt auch pflanzliche Mittel, die den Heuschnupfen an der Wurzel packen:

Kann man Heuschnupfen auch natürlich bekämpfen?

Die Tragantwurzel, auch Astralagus genannt, ist eine aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannte Pflanze, die das Immunsystem auf spezielle Weise reguliert. Die „Fehlreaktion“ oder Überreaktion des Immunsystems wird mit der Tragantwurzel verbessert. Man nennt dies auch immunregulierend. Dies entsteht durch die Regulierung der Balance zwischen Effektorzellen und regulatorischen T-Zellen: unser Immunsystem hat sowohl Stoffe für eine aktivierende Immunreaktion als auch zur Hemmung der Immunabwehr. Dies ist wichtig, damit das Immunsystem in Balance bleibt. Fehlt diese Regulierung, kommt es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems: bei einer zu stark hemmenden Wirkung arbeitet das Immunsystem nicht gut und es kommt zu immer wiederkehrenden Infekten. Arbeitet dagegen die aktivierende Seite zu stark, kommt es zu Überreaktionen des Immunsystem, unter anderem auch Heuschnupfen.

Mittlerweile ist die Tragantwurzel auch in Europa gut bekannt und bewährt. In Asien kennt man sie bereits seit tausenden Jahren. Vor allem der mongolische Tragant sticht für die Wirkung auf das Immunsystem heraus. Bereits im 12. Jahrhundert wird er als Bocksdorn in den Büchern von Hildegard von Bingen erwähnt.

Was können die Inhaltsstoffe im Tragant noch?

Die Inhaltsstoffe von Tragant werden aber auch zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt vor allem bei immer wiederkehrenden Infekten. Diese Wirkung basiert auf der Hemmung bestimmter entzündungsfördernder Stoffe und einem schützenden antioxidativen  Effekt auf die Immunzellen. Damit zählt Tragant zu den natürlichen Adaptogenen, das sind Pflanzen, die dem Körper helfen, sich gegenüber Stressauslösern besser anzupassen.

Wie wird Tragant angewendet?

Die Wurzel ist in verschiedenen Formen erhältlich, um die Allergiesaison zu erleichtern:

Tabletten/Kapseln: Praktisch für die langfristige Einnahme, um die Sensibilität vor und während der Saison zu senken und mit der besten Wirkung.

Flüssige Formen Saft oder Extrakt: Schnelle Aufnahme des Wirkstoffs, auch für Kinder ab 12 Jahren. Auch als Tee möglich und hier oft in Kombination mit anderen Kräutern.

Wichtig: Um den Körper gegen saisonale Allergien zu rüsten, sollte Tragant im Idealfall bereits einige Wochen vor dem voraussichtlichen Pollenflug regelmäßig eingenommen werden.

Gibt es auch andere Hilfen bei Heuschnupfen?

Ein Heuschnupfen ist oft ein lebenslanger Begleiter. Mit Hilfe von Anthistaminika in Tablettenform, Augentropfen oder Nasensprays kann man die Symptome gut lindern. Neben Tragant gibt es auch einen speziellen Extrakt aus der Rohmilch, der die Allergie grundsätzlich bekämpft.

Mein Tipp für Allergie-Geplagte:

Pollen greifen an Haut und Schleimhaut an. Daher ist es sinnvoll befeuchtende Augentropfen und Nasensprays (oder Nasenspülungen) täglich zu verwenden. AllergikerInnen haben zudem oft gerötete oder sehr trockene Haut. Hier gibt es eine spezielle Pflege für Betroffene, die auch die Hautbarriere stärkt und damit Pollen abwehrt. Am besten in der Apotheke beraten lassen!

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Am 01. April 2026 sprach Mag. pharm. Andreas Gentzsch aus St.Pölten über "natürliche Cholesterinsenker"

Ein hoher Cholesterinspiegel gilt als bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose. Ab einer Konzentration von 200mg/dl steigt das Risiko für eine Gefäßerkrankung stark an. Die Häufigkeit einer Hypercholesterinämie nimmt mit dem Alter stark zu und verläuft weitgehend symptomfrei. Daher ist es umso wichtiger, regelmäßig ein Blutbild machen zu lassen und bei ersten Anzeichen gleich zu reagieren.
Wichtig ist, die Aufnahme von gesättigten Fetten („LDL-Wert“), also fettreiche Lebensmittel wie Fleisch, Faschiertes, Wurstwaren, Käse, Frittiertes und Knabbersachen zu reduzieren. Hingegen sind ungesättigte Fette („HDL-Wert“) in Fisch, hochwertigen Pflanzenölen, ungesalzenen ungerösteten Nüssen und vegetarischer Kost empfehlenswert.
Hilfreich ist eine grundsätzliche Ernährungsumstellung. Zum Frühstück Müsli aus Haferflocken mit frischen Äpfeln und Getreidemilch (z.B. Dinkel- oder Hafermilch).
Die darin enthaltenen Ballaststoffe, sowie das Apfelpektin sättigen gut und binden Gallensäure.
Tagsüber ist die Mittelmeerkost mit viel Rohkost aus Salaten, Walnüssen, Avocado, Knoblauch, Oliven, sowie kaltgepressten Ölen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, empfehlenswert.

Zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung können auch rezeptfreie Mittel aus der Apotheke dabei unterstützen, den Cholesterinspiegel zu senken:


Roter fermentierter Hefereis

Diese Substanz ist schon lange in der trad. Chinesischen Medizin (TCM) bekannt und hilft, das LDL- und das Gesamtcholesterin zu senken. Der wissenschaftliche Beweis dieser Wirkung bildete die Grundlage zur Entwicklung der Statine, welche auch in diversen Cholesterin-Tabletten enthalten sind.

 

Berberin

Wird u.a. aus Berberitzen gewonnen und diente traditionell als Färbemittel. Auch als Heilmittel hat es eine lange Tradition und ist in der Ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin, aber auch von Hildegard von Bingen beschrieben worden. Es hat eine günstige Wirkung bei erhöhten Cholesterinwerten, wie auch bei Diabetes, Entzündungen, Arteriosklerose und wird daher sowohl als allgemeines Anti-Aging -Mittel, wie auch als Zusatz bei natürlichen Cholesterinsenkern angewendet.

 

Phytosterole

Kommen vor allem in fettreichen Pflanzenteilen vor, z.B. Sonnenblumenkernen, Weizenkeim, Sesam, Sojabohnen und Kürbiskernen. Wertvoll sind vor allem kaltgepresste und unbehandelte („native“) Öle. Die Wirkung beruht darauf, dass bei Anwesenheit von Phytosterinen weniger Cholesterol im Darm aufgenommen werden kann und dieses dann auch schneller wieder ausgeschieden wird. Dadurch senken Phytosterinen sowohl das Gesamt- wie auch das LDLCholesterol.
 

Omega 3 Fettsäuren: Hochgereinigtes Fischöl oder Algenöl mit hohem Anteil an EPA und DHA senkt zwar nicht primär das LDL,  aber es reduziert die Blutfette massiv und verbessert das Verhältnis von HDL zu LDL. Wer nicht zweimal wöchentlich fetten Seefisch isst, sollte auf hochwertige Omega-3-Kapseln setzen, die eine sichere Versorgung ermöglichen.

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Bei Bedarf fragen Sie in Ihrer Apotheke nach weiteren Informationen.

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